Deutsche Handball-Frauen feiern souveräne EM-Qualifikation
Die deutschen Handball-Frauen haben nahtlos an ihre beeindruckende WM-Leistung vom Dezember angeknüpft und sich mit einem überragenden 33:18 (18:8) gegen Slowenien vorzeitig für die Europameisterschaft qualifiziert. Vor 3791 ausverkauften Plätzen in der Heidelberger Halle zeigten die Silber-Heldinnen pure Spielfreude und machten bereits in der ersten Halbzeit mit 18:8 die klare Ansage.
WM-Spirit und Teamgeist führen zum Erfolg
Die meisten Spielerinnen trugen noch ihre charakteristischen Zöpfe mit den schwarz-rot-goldenen Glücks-Haargummis, die bereits bei der WM für Aufsehen sorgten. Trainer Markus Gaugisch (51) konnte bereits nach 30 Minuten munter durchwechseln und allen Spielerinnen Einsatzzeit geben. Besonders beeindruckte die erst 19-jährige Berlinerin Farrelle Njinkeu, die in ihrem zweiten Länderspiel gleich zwei Treffer erzielte.
Kapitänin Antje Döll (37) zeigte sich begeistert: „Wir wollten unbedingt zu Hause zeigen, dass wir das WM-Fieber weiter in uns haben. Das ist uns perfekt gelungen. Da brennt nichts mehr an, das Ticket haben wir sicher.“ Auch Nina Engel (22) mit fünf Toren betonte: „Die Woche mit zwei Siegen und der Quali für die EM hätte nicht besser laufen können. Das fühlt sich richtig, richtig gut an.“
Breiter Kader und optimistische Zukunftsperspektiven
TV-Expertin und Beachhandball-Nationalspielerin Lucie-Marie Kretzschmar (25) lobte die Mannschaftstiefe: „Unsere Kader-Breite ist überragend. Davon werden wir noch Jahre zehren. Auf allen Positionen sind wir mehrfach unfassbar gut besetzt.“ Sportdirektor Ingo Meckes (49) kündigte an, dass man mit dem sicheren EM-Ticket in der Hand in den restlichen Qualifikationsspielen entspannt weitere Tests durchführen könne.
Die schwache Vorstellung der Sloweninnen wurde zusätzlich durch einen Magen-Darm-Virus im Team beeinflusst, bei dem einige Leistungsträgerinnen gar nicht erst nach Deutschland mitgereist waren. Dennoch bleibt die deutsche Leistung als absolut dominant in Erinnerung.
Ausgelassene Feier nach dem Spiel
Nach dem Abpfiff entwickelte sich in der Heidelberger Halle eine ausgelassene Feier, die dem ersten Heimspiel nach dem WM-Silber gerecht wurde. Mit Live-Musik von Lorenz Büffel („Der Zug hat keine Bremse“) und den fast 4000 begeisterten Fans feierten die Spielerinnen ihren Erfolg ausgiebig.
Bundestrainer Markus Gaugisch resümierte: „Toller Rahmen hier, die Mädels haben weiter unheimlich Bock auf Handball. Es macht weiter großen Spaß, mit den Mädels im ersten Heimspiel nach der WM hier so abzuliefern.“ Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat damit eindrucksvoll bewiesen, dass sie weiterhin zu den absoluten Weltklasse-Teams gehört und mit großen Ambitionen in die Zukunft blickt.



