Handball-Gipfel: Magdeburg vs. Berlin - Schmedt und Hanning im verbalen Schlagabtausch
Handball-Gipfel: Magdeburg vs. Berlin - Schmedt vs. Hanning

Handball-Gipfeltreffen: Magdeburg gegen Berlin im verbalen Vorgeplänkel

Die Daikin Handball-Bundesliga erlebt am Samstag ein echtes Gipfeltreffen. Tabellenführer SC Magdeburg empfängt in der GETEC Arena den Titelverteidiger und aktuellen Tabellenzweiten Füchse Berlin. Vor diesem Spitzenspiel lieferten sich die beiden Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt (55) und Bob Hanning (58) bereits ein spannendes Wortgefecht.

Wer gewinnt den Bundesliga-Kracher?

Marc-Henrik Schmedt zeigt sich zuversichtlich: "Ich hoffe natürlich, dass Magdeburg die zwei Punkte holt. In der GETEC Arena haben wir einen bedeutenden Faktor auf unserer Seite. Wir wissen, wie uns unsere Fans tragen, und gemeinsam können wir einen weiteren großen Schritt Richtung Deutsche Meisterschaft machen." Der SCM-Chef verweist auf die überragende Hinrunde seiner Mannschaft, betont aber auch: "Am Ende wird gegen Berlin aber wie so oft die Tagesform entscheiden."

Bob Hanning räumt ein: "Magdeburg ist zu Hause Favorit, das haben sie sich über viele Jahre gemeinsam mit ihrem Publikum erarbeitet." Doch der Füchse-Boss fügt selbstbewusst hinzu: "Aber wir haben auch schon Antworten gefunden."

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Die große Titel-Frage

Nachdem Berlin 2025 Meister wurde und Magdeburg die Champions League gewann, stellt sich die Frage: Wird es 2026 andersherum? Schmedt bleibt vorsichtig: "Beide Mannschaften sind weiterhin in allen drei Wettbewerben vertreten und wollen alle drei gewinnen. Doch die Konkurrenz ist groß – es gibt mehrere Vereine, die für Titel infrage kommen."

Hanning stimmt zu, mahnt aber zur Bescheidenheit: "Würde ich heute sofort so unterschreiben. Aber es ist etwas unmoralisch und vermessen, bevor man ins Final4 einzieht, schon über Titel zu sprechen. Neben den beiden deutschen Teams gibt es eine Vielzahl an Weltklasse-Teams, die auch den Anspruch haben, wie unsere Mannschaften."

Wer ist die deutsche Handball-Hauptstadt?

Die Frage nach der Handball-Hauptstadt Deutschlands beantworten beide ganz unterschiedlich. Schmedt verweist auf die Erfolge der Vergangenheit: "In den vergangenen Jahren haben wir als SC Magdeburg in Deutschland und Europa mit insgesamt neun Titeln eine dominierende Rolle eingenommen." Doch er relativiert: "Das ist aber alles schon wieder Geschichte, das hilft uns in diesem Jahr wenig. Anfang Juni werden wir wissen, wer 2026 die Nase vorn hat."

Hanning antwortet knapp und präzise: "Köln." Der Füchse-Boss verweist dabei auf die zentrale Rolle der Domstadt als Austragungsort wichtiger Handball-Events.

Jugendarbeit und Nationalspieler

Beide Vereine sind für ihre Nachwuchsarbeit bekannt. Schmedt zeigt Respekt: "Ich habe großen Respekt vor der Nachwuchsarbeit, die die Füchse in den vergangenen zehn Jahren geleistet haben." Doch er betont auch die eigenen Erfolge: "Unsere Nachwuchsförderung zählt weiterhin zu den Top-Adressen in Deutschland. So wurde etwa unsere B-Jugend in der vergangenen Saison Deutscher Meister."

Hanning erinnert an die Anfänge: "Als ich angefangen habe, war der SC Magdeburg mein Vorbild." Doch inzwischen haben die Füchse eigene Maßstäbe gesetzt: "In den vergangenen 15 Jahren haben wir eigene Maßstäbe gesetzt. Jugendarbeit ist nicht immer ein Selbstzweck, hier spielt aber nicht nur die Anzahl unserer unzähligen Nachwuchs-Meistertitel eine Rolle."

Die Nationalmannschaft und gegenseitiger Respekt

Auf die Frage, was der deutschen Nationalmannschaft zu einem Titel fehlt, antwortet Schmedt optimistisch: "Nicht viel. Bei der EM haben wir im Verlauf des Turniers wirklich starke Leistungen vom DHB-Team gesehen." Er sieht vielversprechende junge Spieler wie Miro Schluroff, Julian Köster oder Justus Fischer.

Hanning hofft auf eine Antwort bei der Heim-WM 2027 und verweist auf den eigenen Beitrag: "Mit Miro Schluroff, Nils Lichtlein, Tim Freihöfer, Lasse Ludwig und Matthes Langhoff haben wir auf alle Fälle unseren Anteil dazu beigetragen."

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Zum Abschluss zeigen beide Geschäftsführer gegenseitigen Respekt. Schmedt bewundert Hanning für dessen Fähigkeit, "zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei nahezu allen Themen im Handballkosmos omnipräsent zu sein". Hanning bezeichnet Schmedt als "Finanzgenie", der es schaffe, "unglaubliche Etats in einer Stadt wie Magdeburg auf die Beine zu stellen". Beide betonen: "Was uns allerdings vereint, ist gegenseitiger Respekt vor der Arbeit des anderen."

Das Spitzenspiel zwischen SC Magdeburg und Füchse Berlin wird am Samstag um 16:05 Uhr live in ARD und Dyn übertragen.