Deutsche Handballerinnen lösen EM-Ticket mit beeindruckendem Auftritt
Die deutschen Handballerinnen haben ihre Qualifikation für die Europameisterschaft vorzeitig und mit großem Stil perfekt gemacht. Im ausverkauften Heidelberger SNP Dome besiegte die DHB-Auswahl Slowenien mit einem ungefährdeten 33:18 (18:8) und sorgte damit bei den 3.791 begeisterten Zuschauern für ausgelassene Partystimmung. Dieser Sieg markiert das erste Heimspiel seit dem Gewinn der WM-Silbermedaille und unterstreicht die starke Form des Teams.
Überzeugende Leistung von Beginn an
Das deutsche Team legte einen perfekten Start hin und führte bereits in der vierten Minute mit 3:0. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit baute die Mannschaft ihren Vorsprung auf ein beeindruckendes 12:3 aus. Beste Werferinnen waren Kapitänin Antje Döll und Nina Engel, die jeweils fünf Tore erzielten. Engel, die im Sommer vom Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach zum rumänischen Club CS Gloria Bistrita wechselt, zeigte sich als sichere Vollstreckerin aus dem Rückraum.
Zur Halbzeitpause war die Partie mit einem Zehn-Tore-Vorsprung praktisch entschieden. „Wir wollten zeigen, dass das WM-Fieber noch in uns steckt. Das ist uns bestens gelungen“, kommentierte Kapitänin Antje Döll die Leistung. Auch Sportvorstand Ingo Meckes äußerte sich zufrieden: „Das war sehr souverän und genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Jubiläum für Emily Vogel und souveräne Schlussphase
Ein besonderes Highlight des Abends war das 150. Länderspiel von Rückraum-Ass Emily Vogel. Die 27-Jährige eröffnete das Spiel mit dem ersten Treffer und betonte vor dem Anpfiff: „Ich trage den Adler voller Stolz auf der Brust und bin nach wie vor happy, dieses Trikot anzuhaben.“ Trotz einer kurzen Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der Slowenien mit einem 4:1-Lauf etwas verkürzen konnte, ließ sich die DHB-Auswahl nicht aus dem Rhythmus bringen.
Bundestrainer Markus Gaugisch nutzte die einseitige Partie, um einige Stammspielerinnen zu schonen. In der Schlussphase zog das Team das Tempo noch einmal an und baute den Vorsprung am Ende auf 15 Tore aus. Mit diesem Sieg führt die deutsche Mannschaft die Gruppe 3 der EM-Qualifikation mit 8:0 Punkten uneinholbar an.
Ausblick auf die EM-Endrunde
Die vorzeitige Qualifikation gibt dem Team nun die Möglichkeit, in Ruhe für die Europameisterschaft zu planen. Die EM findet vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei statt. Zuvor stehen noch zwei abschließende Qualifikationsspiele an: am 8. April in Nordmazedonien und am 12. April in Hamm gegen Belgien. Die souveräne Leistung gegen Slowenien unterstreicht die Ambitionen der deutschen Handballerinnen, bei der EM an die Erfolge der WM anzuknüpfen.



