THW Kiel feiert Nordderby-Sieg: Statement für die Champions-League-Qualifikation
Kiel siegt im Nordderby: Statement für Champions League

Kiel feiert wichtigen Nordderby-Sieg gegen Flensburg

Der THW Kiel hat mit einem deutlichen 37:33 (23:17) Sieg über den Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt ein wichtiges Statement im Kampf um die Champions-League-Qualifikation gesetzt. Nach dem Spiel jubelten Torwart Andreas Wolff und seine Mitspieler vor der sogenannten "Weißen Wand" und genossen die Sprechchöre der begeisterten Fans.

Wolff fordert mehr Konstanz für die Königsklasse

"Wir sind in der Lage, die Topmannschaften zu besiegen. Wir müssen eben nur die Konstanz reinbringen", erklärte Andreas Wolff nach dem überzeugenden Auftritt. Der Nationaltorwart zeigte sich überzeugt: "Wenn wir das bis zum Ende der Saison schaffen, bin ich auch davon überzeugt, dass wir noch einen Champions-League-Platz ergattern können."

Mit diesem Sieg verbessert sich die Ausgangsposition des Rekordmeisters deutlich. Kiel liegt nun vorerst mit 36:14 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, während Flensburg mit 39:11 Punkten nach der vierten Niederlage der Saison im Titelrennen zurückfällt und sogar um den zweiten Platz bangen muss.

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Wichtiger Schritt nach enttäuschenden Rückschlägen

Der Derbysieg kommt zur rechten Zeit für die Zebras, die zuvor zwei überraschende Niederlagen gegen Gummersbach und Stuttgart hinnehmen mussten. "Unsere letzten Partien in der Bundesliga waren, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit unsererseits. Das war überhaupt nicht unser Anspruch", räumte Wolff selbstkritisch ein.

Doch das Team arbeitete an den Problemen: "Gemeinsam ist an ein paar Stellschrauben gedreht worden. Die Qualität im Kader ist da", betonte der Torwart. Diese Qualität demonstrierte Kiel bereits unter der Woche mit einem 36:29 Sieg über Flensburg in der European League.

Jicha stolz auf Doppelerfolg

Trainer Filip Jicha zeigte sich nach dem 116. Bundesliga-Landesderby "unglaublich stolz" auf seine Mannschaft. Zwei Derbysiege innerhalb von nur vier Tagen bezeichnete er als "coole Geschichte". Im Spiel selbst zog Kiel zwischenzeitlich sogar mit elf Toren davon und kontrollierte die Begegnung über weite Strecken.

Die Niederlage ist für Flensburg besonders bitter, da sie dem Spitzenreiter SC Magdeburg im Titelrennen eine Steilvorlage zur möglichen Vorentscheidung gab. Zudem wird die Champions League zur kommenden Spielzeit von 16 auf 24 Mannschaften erweitert, womit die Handball-Bundesliga voraussichtlich einen dritten Fixplatz erhält.

Der Saisonendspurt beginnt

Nun geht es für den THW Kiel darum, die von Wolff geforderte Konstanz tatsächlich zu zeigen. Nach der Länderspielpause wartet am 27. März die nächste Herausforderung bei der MT Melsungen. Ob der Nordderby-Sieg tatsächlich denkwürdig wird, hängt vom weiteren Saisonverlauf ab. "Vielleicht am Ende der Saison, wenn wir unsere Ziele vielleicht doch noch erreichen", so Wolffs vorsichtige Einschätzung.

Der Sieg hat dem Team jedenfalls den nötigen Schwung für den Endspurt gegeben und die Hoffnungen auf die Teilnahme an der Königsklasse neu entfacht. Die Qualität ist vorhanden, nun muss sie regelmäßig abgerufen werden.

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