Manager-Beben in der Handball-Bundesliga: Michael Allendorf kehrt nach Wetzlar zurück
Die HSG Wetzlar sorgt im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga für eine spektakuläre Personalie. Die Mittelhessen präsentieren gleich zwei namhafte Neuzugänge, die Aufsehen erregen. Neben der bereits bekannten Verpflichtung des schwedischen Torwart-Legenden Andreas Palicka bis Saisonende überrascht der Verein mit der Ernennung von Michael Allendorf zum neuen Sport-Geschäftsführer.
Michael Allendorf übernimmt sportliche Leitung bis 2029
Michael Allendorf, 39 Jahre alt, war Anfang Oktober 2025 bei der MT Melsungen völlig unerwartet von seinen Aufgaben als Sport-Vorstand entbunden und freigestellt worden. Die Gründe für diese Trennung blieben bis heute im Dunkeln. Nun kehrt der ehemalige Linksaußen in die Handball-Bundesliga zurück und übernimmt bei der HSG Wetzlar die sportliche Leitung bis vorerst 2029. Allendorf ist kein Unbekannter in Wetzlar, denn er spielte bereits von 2006 bis 2010 für den Verein, bevor er zu Melsungen wechselte.
HSG-Boss Björn Seipp erklärt die Entscheidung: „Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir den sportlichen Bereich perspektivisch aufstellen wollen, und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein sofortiger Veränderungsprozess auf dieser Position notwendig ist. Nach ersten Gesprächen mit Michael Allendorf wurde klar, dass seine Vorstellungen und seine Haltung perfekt zu unseren Zukunftsplänen passen.“ Der bisherige sportliche Leiter Jasmin Camdzic wird bis Saisonende als Torwart-Trainer weiterarbeiten und ab Sommer eine Auszeit vom Handball nehmen.
Allendorf: Rückkehr mit Herzblut und Leidenschaft
Michael Allendorf äußert sich begeistert über seine Rückkehr: „Durch meine Vergangenheit bei der HSG verbindet mich noch immer viel mit diesem Verein. Umso mehr freue ich mich, jetzt in neuer Verantwortung zurückzukehren. Ich bin sehr stolz, wieder ein Teil dieses Klubs zu sein und seine Zukunft mitgestalten zu dürfen.“ Er betont, dass er als Spieler erlebt habe, mit wie viel Herzblut Handball in Wetzlar von Fans und Mitarbeitenden gelebt wird.
Die Verpflichtung Allendorfs widerlegt zudem alle Gerüchte, die nach seiner Freistellung in Melsungen kursierten. Der neue Sport-Boss kommentiert: „In den letzten Jahren habe ich noch einmal deutlich erlebt, dass Erfolg nur dort entsteht, wo Leidenschaft, harte Arbeit und Überzeugung zusammenkommen. Genau dieses Feuer spüre ich hier, und ich freue mich darauf, meine ganze Energie für eine erfolgreiche Zukunft einzubringen.“
Mit dieser Doppel-Verpflichtung zeigt die HSG Wetzlar klare Ambitionen, den drohenden Abstieg abzuwenden und die Zukunft des Vereins auf eine solide Basis zu stellen. Die Rückkehr von Michael Allendorf markiert ein bedeutendes Kapitel in der jüngeren Vereinsgeschichte und unterstreicht die Entschlossenheit, in der Handball-Bundesliga zu bleiben.



