Rostocker HC trotzt Verletzungsmisere: Klassenerhalt im Handball-Zweitliga-Duell gegen Lintfort
Rostocker HC will Klassenerhalt gegen Lintfort sichern

Rostocker HC trotzt Verletzungsmisere: Klassenerhalt im Handball-Zweitliga-Duell gegen Lintfort

Der Rostocker HC befindet sich in einer schwierigen Phase der aktuellen Saison der 2. Handball-Bundesliga. Nach acht Niederlagen in Serie und einem Abrutschen auf den 13. Tabellenplatz steht das Team vor einem entscheidenden Heimspiel gegen das Schlusslicht TuS Lintfort. Trotz der angespannten Situation und erheblicher Personalprobleme zeigt der Verein ungebrochenen Kampfgeist.

Kellerduell mit hohem Druck

Am Samstag, den 28. März 2026, empfängt der Rostocker HC in der Fiete-Reder-Halle den Tabellenletzten TuS Lintfort. Das Spiel beginnt um 18:30 Uhr und stellt für beide Teams ein wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt dar. Der RHC, der mit 12:30 Punkten auf Rang 13 steht, trifft auf Lintfort, das mit 7:35 Punkten das Tabellenende bildet.

Trainer Dominic Buttig betont die Bedeutung dieser Begegnung: „Trotz unserer großen Personalprobleme und dem Fehlen von sechs, sieben Spielerinnen sind wir es unserem treuen Anhang schuldig, ihm mal wieder einen Sieg zu schenken. Dementsprechend gehen wir dieses Spiel an. Unabhängig vom Gegner konzentrieren wir uns dabei nur auf uns und unsere Leistung.“

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Verletzungspech belastet den Kader

Die Ausfallliste des Rostocker HC ist beachtlich lang und stellt das Team vor enorme Herausforderungen:

  • Kiana Zidorn, Nicole Rotfuß und Marie-Sophie Weitzel fehlen langfristig mit Kreuzbandrissen
  • Lidia Halawczak ist mit einer Fingerblessur und einer Zerrung aus dem Training ausgefallen
  • Charlotta Beuck hat sich beim Umknicken verletzt
  • Lucia Strack kämpft mit Fußproblemen
  • Kapitänin Nele Reimer hat Schulterbeschwerden

Buttig äußert sich vorsichtig zu den Einsatzchancen der angeschlagenen Spielerinnen: „Bei Nele und Lucia entscheidet es sich kurzfristig. Wir werden aber nichts riskieren.“ Trotz dieser Widrigkeiten zählen Spielerinnen wie Torhüterin Ylva-Elin Tants und Torjägerin Patrycja Drewnik zu den Stützen des Teams.

Komplexe Aufstiegs- und Abstiegssituation

Die Tabellenkonstellation in der 2. Bundesliga ist derzeit ungewöhnlich entspannt, obwohl der Rostocker HC auf dem 13. Platz steht. Grund dafür ist der komplette Rückzug des deutschen Meisters HB Ludwigsburg aus dem Bereich der Handball-Bundesligen aufgrund von Insolvenz. Dieser Rückzug reduziert die Anzahl der Absteiger von ursprünglich drei auf nur noch zwei.

Nach gegenwärtigem Stand sieht es sogar danach aus, dass möglicherweise nur ein Verein aus der 2. Liga absteigen muss. Von den drei für die 2. Bundesliga gemeldeten Drittligisten – SV Todesfelde (Erster Nord), TSG Leihgestern (Fünfter Mitte) und HSG Bad Wildungen (Sechster Mitte) – darf gemäß den Durchführungsbestimmungen der 3. Liga nur Todesfelde an Aufstiegsspielen teilnehmen, da nur die Erst- und Zweitplatzierten einer Drittliga-Staffel dafür qualifiziert sind.

Da Platz eins für Leihgestern und Bad Wildungen in der Mitte-Staffel nicht mehr möglich ist und beide Teams mit zwei beziehungsweise vier Punkten Rückstand bei noch drei Spielen auch Platz zwei wahrscheinlich verpassen werden, könnte dies bedeuten, dass nur ein Absteiger aus der 2. Liga kommen wird.

Sportlicher Ehrgeiz trotz günstiger Konstellation

Trainer Dominic Buttig zeigt sich unbeeindruckt von den möglicherweise günstigen äußeren Umständen: „Diese Konstellation ist mir im Grunde völlig egal. Ich habe den Ehrgeiz, dass wir sportlich den Klassenerhalt schaffen und nicht, weil jemand nicht aufsteigt. Wir haben jetzt die entscheidenden Spiele und wollen die nötigen Punkte holen.“

Der Rostocker HC will den Klassenerhalt also nicht geschenkt, sondern ihn auch sportlich perfekt machen. Mit dieser Einstellung geht das Team in das wichtige Duell gegen TuS Lintfort, bei dem es um mehr geht als nur um drei Punkte – es geht um die Wiederherstellung des Selbstvertrauens und die Rückkehr in die Erfolgsspur nach der langen Niederlagenserie.

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