Knapper Sieg: SC Magdeburg entgeht Blamage gegen Aufsteiger Bergischer HC
SC Magdeburg entgeht Blamage gegen Bergischen HC

Knapper Sieg: SC Magdeburg entgeht Blamage gegen Aufsteiger Bergischer HC

Bis zur Handball-Europameisterschaft galt der SC Magdeburg als unangefochtener Spitzenreiter – nicht nur in der Daikin Handball-Bundesliga (HBL), sondern in der gesamten Handball-Welt. Ungeschlagen dominierte der Champions-League-Sieger die Liga, zog ins Lidl Final4 um den DHB-Pokal ein und erreichte das Viertelfinale der Königsklasse. Doch seit dem Neustart im Februar nach dem kräftezehrenden EM-Turnier für die SCM-Stars stottert der Motor der Magdeburg-Maschine gehörig.

Formkrise nach der Europameisterschaft

Die erste Niederlage in der Liga beim THW Kiel markierte den Beginn einer schwierigen Phase. In der Champions League folgten ein Remis in Plock sowie Niederlagen gegen Barcelona und Paris, die teils heftige Rückschläge bedeuteten. Am Sonntag reichte es in der HBL beim Aufsteiger Bergischer HC lediglich zu einem knappen 27:25-Sieg. Zum Vergleich: Das Hinspiel hatte der SCM noch mit neun Toren Vorsprung locker für sich entschieden.

Unter den Augen von Bundestrainer Alfred Gislason und seinem Assistenten Erik Wudtke tat sich der Top-Favorit unfassbar schwer. Nach 21 Minuten lag Magdeburg mit 6:9 zurück. Trainer Bennet Wiegert nahm eine Auszeit und machte deutlich, dass er weder offensiv noch defensiv zufrieden war. Besonders Elvar Örn Jónsson bekam Kritik ab, als Wiegert in Richtung des Isländers rief: „Elvar, was machst du?!“ Zur Pause gelang Magdeburg immerhin der Ausgleich zum 11:11.

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Bergischer HC hält tapfer dagegen

Nach 36 Minuten stand es 16:13 für den Spitzenreiter. Wer nun dachte, nach der Pause würde der Magdeburg-Express Fahrt aufnehmen, täuschte sich gewaltig. Der Bergische HC, auf Platz 15 mit guten Karten im Kampf um den Klassenerhalt, hielt erstklassig dagegen. Vielleicht gepusht von der Nachricht, dass das umworbene Supertalent Sören Steinhaus (22) seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat, behauptete sich der BHC komplett und führte kurz vor Schluss plötzlich mit 23:22 (53. Minute).

Doch in der entscheidenden Phase übernahmen Magdeburgs Stars: Felix Claar und Omar Ingi Magnusson warfen noch je zwei Tore, am Ende stand der knappe 27:25-Erfolg. Gisli Kristjansson kommentierte nach dem Spiel bei Dyn: „Das war ein sehr hartes Stück Arbeit, der BHC hat das wirklich sehr gut gemacht. Am Ende hatten wir etwas Glück und ein paar clevere Aktionen. Da ist viel Luft nach oben, was die Performance angeht. Wir haben kaum leichte Tore erzielen können.“

Ausblick auf das Spitzenspiel

Kristjansson betonte: „Wir müssen hart arbeiten, denn wir spielen jetzt zu Hause gegen die Füchse.“ Nach der Länderspielpause kommt es zum Handball-Knaller zwischen dem SCM und dem Deutschen Meister Füchse Berlin. Dieses Duell wird zeigen, ob Magdeburg seine Formkrise überwunden hat oder weiterhin mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hat.

Der SC Magdeburg bleibt damit zwar an der Tabellenspitze, doch die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass die Dominanz der vergangenen Monate gebrochen ist. Für den Bergischen HC ist die Leistung gegen den Top-Favoriten ein ermutigendes Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

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