Handballtrainer Jaron Siewert erlitt zweiten Schlaganfall nach turbulentem Jahr
Der ehemalige Cheftrainer der Füchse Berlin, Jaron Siewert, hat in einem bewegenden Interview mit dem Streamingdienst Dyn bekannt gegeben, dass er Ende Oktober einen weiteren Schlaganfall erlitten hat. Dies ist bereits der zweite gesundheitliche Rückschlag dieser Art für den 32-Jährigen, nachdem er bereits im Jahr 2022 während einer Trainingseinheit einen ersten Schlaganfall erlitten hatte.
Von Meistertitel zu persönlicher Krise
Die Nachricht kommt nach einem emotionalen Auf und Ab in Siewerts Karriere. Erst im Juni 2025 führte er die Füchse Berlin zum ersten Meistertitel in der Geschichte des Handball-Bundesligisten – ein Höhepunkt, der nur wenige Monate später von seiner Freistellung im September überschattet wurde. „Zwei Monate nach meinem Rausschmiss habe ich einen Schlaganfall erlitten. Da bin ich wirklich am Boden angekommen. Da habe ich alles hinterfragt“, gestand Siewert in dem Gespräch.
Kritik an Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning
Siewert äußerte sich auch kritisch zu den Umständen seiner Freistellung bei den Berlinern. Obwohl ihm ein Vertrag von Geschäftsführer Bob Hanning vorgelegt worden sei und er diesem nach Rücksprache mit seinen Beratern zugestimmt habe, habe Hanning plötzlich eine „Rolle rückwärts“ gemacht. „Es war darüber hinaus dann nicht nur ein einfaches Vom-Vertrag-Zurücktreten, sondern ich wurde plötzlich komplett freigestellt“, erklärte Siewert. Die Verarbeitung dieser Situation habe eine ganze Weile gedauert, doch mittlerweile könne er damit abschließen.
Auf dem Weg zum Comeback trotz gesundheitlicher Herausforderungen
Trotz der schweren gesundheitlichen Rückschläge arbeitet der ehemalige Meistertrainer entschlossen an seiner Rückkehr. „Ich nähere mich den 100 Prozent an, bin voller Energie und für neue Aufgaben bereit“, betonte Siewert. Sein klares Ziel bleibe unverändert: „Ich habe nur den einen Plan, das ist nämlich Plan A – und das ist Cheftrainer sein zu wollen und hoffentlich bald auch irgendwo wieder an der Seitenlinie zu stehen.“
Bereits gab es Gespräche mit mehreren Vereinen, die jedoch durch den jüngsten Schlaganfall zunächst gestoppt wurden. Siewerts Weg zurück in den Handballsport gestaltet sich somit als herausfordernd, doch seine Entschlossenheit bleibt ungebrochen.



