Dramatischer Heimsieg für die Mecklenburger Stiere in der Handball-Regionalliga
In einer atemberaubenden Partie der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree haben die Mecklenburger Stiere aus Schwerin einen spektakulären Heimsieg gefeiert. Mit einem Wurf ins leere Tor in der allerletzten Spielsekunde besiegten sie den LHC Cottbus mit 29:28 (14:17). Die prall gefüllte Schweriner Sporthalle in der Hamburger Allee glich nach dem Abpfiff einem Tollhaus, als die Fans Standing Ovations spendeten und die Spieler Freudentänze aufführten.
Spannende Schlussphase mit taktischem Meisterstück
Die Dramatik erreichte ihren Höhepunkt, als beim Stand von 28:28 nur noch 32 Sekunden auf der Uhr standen. Nach einer Auszeit von Stiere-Coach Michael Gutsche und einem anschließenden Ballverlust griffen die Gäste aus Cottbus zu einer verzweifelten Maßnahme: Sie nahmen ihren Torwart heraus und brachten einen zusätzlichen Feldspieler ins Spiel. Diese taktische Entscheidung sollte sich jedoch als fatal erweisen, denn den Gästen unterlief ein technischer Fehler. Die Stiere gewannen den Ball, spielten ihn schnell zu Rechtsaußen Daniel Lesniak, der genau eine Sekunde vor dem Abpfiff ins verwaiste Tor traf und damit den Siegtreffer markierte.
Daniel Lesniak als Matchwinner und starke Teamleistung
Daniel Lesniak war mit seinem dritten Treffer im Spiel der große Held des Tages. Doch der Sieg war das Ergebnis einer starken Gesamtleistung der Schweriner Mannschaft. Besonders herausragend war Torwart Yannick Raatz, der mit 15 Paraden ein deutliches Plus auf der Torwartposition sicherte. Bereits in der ersten Halbzeit bei den Zwischenständen von 4:6 (10. Minute), 9:11 (21.) und 11:13 (25.) entschärfte er sieben Bälle und hielt seine Mannschaft auch nach dem Seitenwechsel im Spiel.
Die Mecklenburger Stiere mussten im Verlauf der Begegnung mehrere Rückstände überwinden – 15:19 in der 33. Minute, 19:22 in der 40. und 23:25 in der 46. Minute. Mit einer beeindruckenden Angriffseffektivität von 75 Prozent kämpften sie sich zurück in die Partie. In der spannenden Schlussphase, in der die Stiere zeitweise mit zwei Spielern weniger agieren mussten, brachte Routinier Daniel Finkenstein die Hausherren mit 27:26 (57:41) erstmals nach der Pause in Führung.
Trainer lobt Heimstärke und Fan-Unterstützung
Trainer Michael Gutsche zeigte sich nach dem Spiel begeistert von der Leistung seines Teams: „Wir haben wieder einmal unsere Stärke als Heimmannschaft bewiesen. Mit den Fans an der Seite sind wir eine Macht. Sie geben dem Team den zusätzlichen Schub. Gegenüber den letzten Partien war das eine deutliche Steigerung“, analysierte der Coach die Begegnung. Kapitän Matti Wagner und seine Mannschaftskollegen konnten mit diesem Sieg ihre Position in der Regionalliga Ostsee-Spree festigen.
Die Torschützen der Mecklenburger Stiere im Überblick:
- Daniel Lesniak: 3 Tore
- Runge: 6 Tore (davon 1 Siebenmeter)
- Matti Wagner: 3 Tore (davon 2 Siebenmeter)
- Präckel: 3 Tore
- Wolf: 5 Tore
- Kortstegge: 5 Tore
- Ivanytsia: 2 Tore
- Daniel Finkenstein: 2 Tore
Mit diesem dramatischen Sieg haben die Mecklenburger Stiere einmal mehr bewiesen, dass sie in ihrer heimischen Halle eine besonders starke Mannschaft sind und auch unter Druck kühle Nerven bewahren können.



