Können die Handballer vom HSV Greif Torgelow am Sonntagabend den Bezirkspokal in den Himmel strecken? Eine Frage, die vorher natürlich niemand mit Sicherheit beantworten kann. Klar ist aber, dass der HSV alles Sportliche dafür in die Waagschale werfen wird.
Torgelower wollen ihr „Spiel spielen“
„Wir werden alles auf eine Karte setzen und unser Spiel spielen. Wenn wir das schaffen, haben wir sehr gute Chancen, denke ich. Alle sind hoch motiviert und freuen sich auf dieses Event“, sagte Greif-Akteur Connor Tramp vor dem Pokalturnier.
Gastgeber HSV Greif muss in der Volkssporthalle ab 10 Uhr im Halbfinale zunächst gegen den PSV Stralsund ran. In der Bezirksoberliga gewannen die Torgelower zum Saisonauftakt gegen den PSV 33:16. Im März kam der HSV auswärts dann aber nicht über ein 22:22 hinaus. Greif musste sich am Ende mit Platz vier in der Liga zufriedengeben. Die Stralsunder wurden Fünfter.
Zweites Halbfinale zwischen Stralsunder HV III und Fortuna III
Im zweiten Halbfinale treffen ab 12 Uhr dann der Stralsunder HV III und Fortuna 50 Neubrandenburg II aufeinander. Es ist das Duell Dritter gegen Zweiter aus der abgelaufenen Bezirksoberliga-Saison 2025/2026. Die Verlierer der Halbfinalpartien spielen danach ab 14.30 Uhr um die Bronzemedaille. Das große Finale steigt dann gegen 16.30 Uhr.
Der HSV Greif hat in der abgelaufenen Meisterschaftssaison zu Hause von sechs Spielen vier gewonnen. Es gab nur eine Niederlage gegen den späteren Meister HC Vorpommern-Greifswald III (26:36). Die Partie gegen die Neubrandenburger endete im März 30:30. Diese Heimstärke wollen die Torgelower mit den Anhängern im Rücken fortsetzen. „Wir hoffen natürlich, dass die Halle voll wird und uns die Fans lautstark unterstützen werden“, betonte Tramp, der in einem zahlenmäßig gut aufgestellten Kader auflaufen wird.
Hausherren sind „immer für eine Überraschung bereit“
Die Favoritenrolle auf den Pokalsieg werden wohl die Teams aus Stralsund und Neubrandenburg. Darum spüren die Hausherren auch nicht den ganz großen Druck im Vorfeld. „Allerdings sind wir immer für eine Überraschung bereit und wollen die Fehler der Anderen konsequent bestrafen, um am Ende hoffentlich ganz oben stehen zu können“, sagte Tramp.
In den vergangenen drei Jahren standen die Greifen stets im sogenannten Final-Four. Im Jahr 2023 scheiterte der HSV erst im Finale am HC Vorpommern-Greifswald III (21:27). In den Jahren 2024 und 2025 reichte es nur für den 3. Platz. Die Zeit wäre also reif für einen Pokaltriumph.



