Mit einem Auswärtsauftritt in der Hauptstadt verabschieden sich die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz aus dieser Regionalliga-Saison. Anwurf der Partie bei der SG OSF Berlin ist am Samstag um 19 Uhr in der Sporthalle am Sachsendamm in Berlin-Schöneberg.
Keine Spaßveranstaltung
Für beide Mannschaften geht es nur noch um die viel zitierte goldene Ananas. Die OSF-Handballer haben ihren dritten Tabellenplatz sicher, die Vorpommern sind von Rang acht nicht mehr zu verdrängen. Doch einfach herschenken will Uni-Trainer Jürgen Radloff die Partie nicht. „Wir haben ja eine Ehre im Leib und werden daraus sicher keine Spaßveranstaltung machen“, betont der Verantwortliche und fügt hinzu: „Wir wollen noch einmal das Beste herausholen, nehmen das Spiel schon ernst.“
Favoritenrolle bei Berlin
Die Favoritenrolle besetzen aber die Berliner, die mit dem Bronzerang ihre beste Platzierung der vergangenen fünf Jahre erreichten. Hinzu kommt, dass in der Halle am Sachsendamm ein Haftmittelverbot besteht, mit dem Teams aus Mecklenburg-Vorpommern traditionell ihre Probleme haben. Das Hinspiel verlor die SG Uni mit 27:29. „Wir wollen etwas mit nach Hause nehmen“, sagt Jürgen Radloff dennoch, der dabei aber auf Christoph Rasch (Arbeit), Florian Fink (Wadenbeinbruch) und Jakub Vanek (privat) verzichten muss.
Teixeira bester Torjäger
Torjäger Diogo Teixeira plagt sich momentan noch mit Schulterproblemen herum. „Ich denke aber, dass Diogo spielen wird“, sagt Radloff. Der Portugiese, der im Sommer zur SG Uni Greifswald/Loitz gekommen war, hat sich längst als Topverstärkung erwiesen. Mit 172 Treffern führt er aktuell sogar die Torschützenliste der Ostsee-Spree-Liga an. Dahinter lauert Malte Runge von den Mecklenburger Stieren Schwerin (168 Tore). Ein Titel in dieser Spielzeit könnte also noch nach Loitz gehen.
Ansonsten hat Jürgen Radloff den Kader zur Verfügung, der vor sieben Tagen im Vorpommern-Derby gegen den HSV Insel Usedom eine sehenswerte Leistung auf die Platte gebracht hatte. Der Trainer hatte sich nach dem 28:28 anfangs aber sehr über das Unentschieden geärgert. „Jetzt, mit ein paar Tagen Abstand, sind wir schon sehr zufrieden mit dem Punkt. Es ist alles gut. Und da sind wir uns mit unseren Fans auch einig. Das Spiel war Werbung für den Handball“, sagt der Trainer: „Aber wir standen eben auch dicht vor einem Sieg.“
Entwicklung in dieser Saison
Mit Platz acht haben die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz auch die vergangene Horror-Saison vergessen lassen, in der der Verein in letzter Sekunde den Klassenerhalt und mit Neubrandenburger Schützenhilfe schaffte. „Wir können sehr zufrieden sein, eine Entwicklung war in dieser Saison klar zu sehen“, sagt Jürgen Radloff.



