Kelsey Pfendler hat einen neuen Weltrekord aufgestellt: Die Ruderin überquerte den Pazifik von Kalifornien nach Hawaii in nur 43 Tagen. Damit war sie schneller als jeder Mann und jede Frau, die diese Strecke jemals allein gerudert haben. Die 3800 Kilometer lange Reise absolvierte sie in einem kleinen Boot, begleitet nur von Wasser, Wind und zwei Kuscheltieren.
Die Rekordfahrt im Detail
Pfendler startete am 26. Mai 2026 in Monterey, Kalifornien, und erreichte am 8. Juli 2026 Honolulu, Hawaii. Die gesamte Strecke legte sie in 43 Tagen, 8 Stunden und 17 Minuten zurück. Damit unterbot sie den bisherigen Rekord der Männer um fast fünf Tage und den der Frauen um mehr als zehn Tage. Die 30-jährige Amerikanerin ruderte täglich bis zu 16 Stunden, um diesen Erfolg zu erzielen.
Herausforderungen auf See
Die Ruderin kämpfte mit extremen Bedingungen. „Es gab Momente, in denen ich dachte, ich schaffe es nicht“, sagte Pfendler nach ihrer Ankunft. „Die Wellen waren bis zu sechs Meter hoch, und ich hatte ständig mit Gegenwind zu kämpfen.“ Neben den physischen Strapazen – sie ruderte sich den Hintern wund – litt sie unter Schlafmangel und Einsamkeit. Ihre beiden Kuscheltiere, ein kleiner Bär und ein Hase, halfen ihr, die psychische Belastung zu bewältigen.
Vorbereitung und Ausrüstung
Pfendler trainierte zwei Jahre lang für diese Rekordfahrt. Ihr Boot, die „Maverick“, war 7,5 Meter lang und mit Solarmodulen, einem Entsalzungsgerät und einem Satellitenkommunikationssystem ausgestattet. Sie führte 150 Liter Wasser und 200 Kilogramm Nahrung mit, darunter gefriergetrocknete Mahlzeiten, Nüsse und Energieriegel. Trotz moderner Technik war die Reise gefährlich: „Ich hatte Angst vor Haien und vor dem Kentern“, gestand sie.
Bedeutung des Rekords
Mit dieser Leistung hat Pfendler nicht nur einen persönlichen Erfolg erzielt, sondern auch die Grenzen des menschlichen Durchhaltevermögens neu definiert. Der Rekord wurde vom World Rowing Federation offiziell anerkannt. „Kelsey hat gezeigt, dass Ausdauer und Willenskraft Berge versetzen können“, kommentierte ein Sprecher des Verbandes. Die Ruderin selbst hofft, mit ihrer Tat andere zu inspirieren: „Wenn ich es schaffe, kann jeder seine Träume verwirklichen.“
Reaktionen und Ausblick
Nach ihrer Ankunft in Hawaii wurde Pfendler von einer jubelnden Menge empfangen. Ihre Familie und Freunde waren erleichtert: „Wir haben jede Minute mitgefiebert“, sagte ihre Mutter. Der Rekord hat weltweit für Aufsehen gesorgt, und Pfendler plant nun, ein Buch über ihre Erfahrungen zu schreiben. Zudem möchte sie Vorträge halten, um für den Umweltschutz zu werben – während ihrer Reise sammelte sie Daten über Plastikmüll im Pazifik.



