Österreichs Box-Star Umar Dzambekov im BILD-Interview: Warum er in Los Angeles für Zuffa 03 trainiert
Dzambekov: Warum Österreichs Top-Boxer in LA für Zuffa 03 trainiert

Österreichischer Boxer bereitet sich in Los Angeles auf großen Zuffa 03-Kampf vor

Ein österreichischer Boxer steht kurz davor, auf der großen US-Bühne zu glänzen. Umar Dzambekov (28) wird am Sonntag im Co-Main-Event von Zuffa 03 gegen den erfahrenen Ahmed El Biali (35) antreten. In einem exklusiven Interview mit BILD spricht der Halbschwergewichtler über seine Boxheimat in Los Angeles, die prägende Rolle seines Vaters und die Herausforderungen des bevorstehenden Kampfes.

„Starker Gegner“ – Dzambekov analysiert El Biali

Dzambekov zeigt Respekt vor seinem Kontrahenten: „Starker Gegner, seine Bilanz von 24 Siegen bei nur einer Niederlage spricht für sich. Ich erwarte jemanden, der nach vorn marschiert und versucht, seinen Stil durchzusetzen. Ich werde ebenfalls versuchen, meinen Stil durchzusetzen und mein Ding zu machen.“ Der Kampf ist auf zehn Runden angesetzt und findet im Meta Apex in Las Vegas statt – eine bedeutende Plattform für den österreichischen Sportler.

BILD überträgt alle Kämpfe des Events in Deutschland live ab 0 Uhr. Für Dzambekov bietet Zuffa Boxing eine einzigartige Gelegenheit: „Für Boxer wie mich, die nicht so viel Zeit investieren, Reichweite aufzubauen, gibt es dort eine Plattform. Da kann ich beweisen, was ich drauf habe.“ Er betont die hohe Qualität der Veranstaltung: „Bei Zuffa Boxing sind die Kämpfer auf hohem Niveau. Es ist nicht so, dass die A-Seite Favorit und die andere Seite weit entfernt ist. Beide sind Spitzen-Boxer, die gegeneinander kämpfen. Das kennt man gar nicht im deutschen Raum. Das ist mir wichtig, es ist sehr authentischer Boxsport.“

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Los Angeles: Traum und harte Realität zugleich

Seit mehreren Jahren trainiert Dzambekov in Los Angeles und bezeichnet dies als erfüllten Traum: „Es ist ein Traum, den ich lebe. Hier boxe ich im berühmten Wildcard Gym, das ich schon als Kind kannte. Und jetzt bin ich wirklich da, umgeben von Vorbildern. Dieselbe Halle, dieselbe Möglichkeit, dieselben Trainer.“ Doch hinter Strand und Sonnenschein verbirgt sich harte Arbeit: „Ich war nie groß feiern, ich habe mich mein Leben lang auf Sport und Familie konzentriert. Wenn du nach LA kommst, kommst du in den Dschungel. Jeder will sich hier beweisen, du hast hier so viel Konkurrenz und hier gibt es kein Mitleid. Du musst dich durchsetzen, das ist nicht einfach. Aber wenn du es schaffst, hat es sich gelohnt.“

Der Boxer bemerkt deutliche Unterschiede zwischen den USA und Österreich: „Der Boxsport ist nun mal größer in den Staaten. Österreich ist leider kaum kampfsportbegeistert. Mein Ziel ist es natürlich, das zu ändern.“

Der Vater als prägende Figur

Der größte Einfluss im Leben des Boxers kommt von seinem Vater: „In meiner Familie ist der Kampfsport tief verwurzelt. Mein Vater hat mich sehr stark geprägt. Ich habe nicht nur das Boxerische, sondern auch das Menschliche von ihm gelernt. Bescheiden sein, zu Leuten nett und nie arrogant sein – diese Dinge.“ Diese Werte begleiten Dzambekov nun auf die nächste große Boxbühne.

Zuffa, die Box-Liga, wurde unter anderem von UFC-Macher Dana White gegründet. Während Dzambekov das Co-Main-Event bestreitet, führen Efe Ajagba und Charles Martin die Fightcard an. Für den Österreicher ist dies eine entscheidende Chance, sich im internationalen Boxsport zu etablieren und seine Heimat Österreich auf der Weltkarte des Kampfsports zu positionieren.

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