Die Enhanced Games, ein neues Sportereignis in Las Vegas, brechen mit allen Anti-Doping-Regeln. Leistungssteigernde Substanzen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Ziel ist es, „das menschliche Potenzial in Übermenschlichkeit zu verwandeln“, so die Veranstalter. 42 Athleten, darunter zwei Deutsche, nehmen teil. Gelockt werden sie mit Prämien von bis zu einer Million US-Dollar.
Gründer Aron D'Souza, ein australischer Jurist, sieht die Spiele als Mission zur Schaffung einer „neuen Supermenschheit“. Er hält den Kampf gegen Doping für heuchlerisch, da seiner Meinung nach 99 Prozent der Sportler ohnehin dopen. Geschäftsführer ist der Münchner Maximilian Martin, ein ehemaliger Investmentbanker. Weitere Investoren sind Milliardär Christian Angermayer, Paypal-Gründer Peter Thiel und Donald Trump Jr.
Die Teilnehmer erhalten unter medizinischer Aufsicht Substanzen wie Testosteron, anabole Steroide oder Erythropoetin. Die medizinische Leitung liegt beim Sheikh Shakhbout Medical Center in Abu Dhabi. Im Online-Shop der Spiele werden Testosteron und Wachstumshormone angeboten. Die Veranstalter betonen, nicht auf Medienrechte oder Ticketverkäufe angewiesen zu sein.
Ausgetragen werden Wettbewerbe in Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben. Insgesamt werden 25 Millionen US-Dollar an Prämien ausgeschüttet. Wer einen Weltrekord unterbietet, erhält eine Million US-Dollar. Der deutsche Ex-Europameister Marius Kusch nimmt teil, um seine Familie finanziell abzusichern. Der Deutsche Olympische Sportbund lehnt die Enhanced Games ab.



