Audi feiert ersten Topspeed-Rekord in der Formel 1 – Hülkenbergs Punkte-Frust bleibt
Audi-Rekord in Formel 1, doch Hülkenberg ohne Punkte

Audi schreibt Formel-1-Geschichte mit Topspeed-Rekord in Japan

Das Audi-Werksteam konnte beim Großen Preis von Japan in Suzuka einen kleinen, aber symbolträchtigen Meilenstein feiern. Nico Hülkenberg (38) erzielte mit satten 350 km/h die höchste Geschwindigkeit aller Teilnehmer und setzte damit den ersten offiziellen Rekord für den deutschen Hersteller in der Königsklasse des Motorsports. Dieser Erfolg unterstreicht das Potenzial der Ingolstädter, auch wenn er sportlich zunächst folgenlos blieb.

Vielversprechende Trainingsleistung endet in Enttäuschung

Das Wochenende hatte deutlich mehr versprochen. In den Trainingssitzungen und der ersten Qualifikationsphase wirkten die Audi-Piloten wie sichere Anwärter für die Top 10. Doch in Q1 verpasste Hülkenberg knapp die entscheidende Runde und musste sich mit Startposition 13 begnügen. Diese Ausgangslage sollte sich als verhängnisvoll erweisen.

Das Rennen begann für den Deutschen mit einem herben Rückschlag: Bereits in der ersten Runde verlor er sechs Positionen und fiel bis auf Rang 19 zurück. Direkt hinter Sergio Perez im Cadillac steckte Hülkenberg früh im Verkehr fest, was seine Aufholjagd von Beginn an zu einer Geduldsprobe machte.

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Knappes Scheitern trotz beeindruckender Aufholjagd

Im Rennverlauf kämpfte sich Hülkenberg Stück für Stück nach vorne und profitierte bei seinem Boxenstopp von einer Safety-Car-Phase. Doch trotz der Rekordgeschwindigkeit und einer soliden Renntaktik reichte es am Ende nur für Platz 11 – lediglich eine Sekunde hinter Esteban Ocon (29) im Haas. Damit blieb der Audi-Pilot erneut ohne Punkte.

Bereits zum zweiten Mal in Folge scheiterte Hülkenberg denkbar knapp an den Top 10. Schon beim vorherigen Rennen in China wurde er Elfter, während er in Australien wegen eines technischen Defekts gar nicht erst starten konnte.

Hülkenbergs gemischtes Fazit und kritische Analyse

Der erfahrene Rennfahrer zog eine durchwachsene Bilanz: „Wir hatten ein gutes Tempo und realistische Chancen auf Punkte, aber unser Rennen wurde durch einen schlechten Start beeinträchtigt. Die Verbesserung unserer Rennstarts ist etwas, worauf wir uns als Team konzentrieren müssen.“ Besonders die erste Runde ärgerte ihn: „Ich verlor mehrere Positionen, von P13 auf P19, was die Sache schwierig machte. Da wir lange im Verkehr feststeckten, waren unsere Möglichkeiten, Boden gutzumachen, stark eingeschränkt.“

Hülkenberg äußerte sich auch kritisch zu den aktuellen Formel-1-Autos: „Mit dem Energiemanagement und der Überholdynamik sind sie immer noch knifflig zu fahren. Man kann überholen, ist danach aber sofort wieder angreifbar. Es ist ein Kompromiss.“

Positivzeichen und Ausblick auf kommende Rennen

Trotz der Enttäuschung gab es auch ermutigende Aspekte. Hülkenberg betonte: „Positiv ist, dass wir das Rennen beendet und viele Daten gesammelt haben. Es gibt viel zu analysieren. Jetzt haben wir Zeit, uns zu verbessern und stärker zurückzukommen.“

Aufgrund des Iran-Krieges fallen die beiden geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien aus. Das nächste Saisonhighlight findet somit erst am 3. Mai in Miami (USA) statt. Dort will Nico Hülkenberg endlich die lange erwarteten Punkte einfahren und dem Audi-Team den ersten sportlichen Erfolg bescheren.

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