Bottas kehrt zurück und stichelt gegen Aston Martin
Vor dem Start der Formel-1-Saison 2026 sorgt Rückkehrer Valtteri Bottas mit einem bissigen Titel-Tipp für Gelächter im Fahrerlager. Der finnische Rennfahrer nutzte die erste Pressekonferenz der neuen Saison, um einen humorvollen Seitenhieb gegen das Sorgenkind Aston Martin zu platzieren.
Ein trockener Scherz mit ernstem Hintergrund
Auf die Frage nach seinen Favoriten für den Titelkampf antwortete Bottas zunächst scheinbar ernst: „Wenn ich jetzt raten muss, sage ich Lance Stroll, Fernando Alonso.“ Nach einer bewussten Pause fügte er dann George Russell von Mercedes hinzu. Der eigentliche Witz folgte jedoch im Nachsatz: Mercedes habe beim Testen bewusst Performance versteckt und werde Aston Martin erst beim letzten Rennen in Abu Dhabi schlagen.
Diese typisch bottas'sche Bemerkung – eiskalt, spitz und mit klarer Botschaft – traf auf einen realen Hintergrund. Aston Martin kämpft tatsächlich mit massiven technischen Problemen zu Saisonbeginn.
Aston Martins technische Alpträume
Während Mercedes vielversprechend wirkt, reist Aston Martin mit erheblichen Sorgen nach Melbourne. Beim Vorsaisontest in Bahrain traten heftige Vibrationen am neuen Honda-Antrieb auf, die Bauteile der Batterieeinheit beschädigten.
Teamchef Adrian Newey bestätigte, dass die Einsatzzeit der Fahrer drastisch begrenzt werden müsse. „Wir werden sehr stark einschränken müssen, wie viele Runden wir im Rennen fahren können, bis wir die Ursache der Vibrationen in den Griff bekommen“, erklärte er gegenüber Medien. Berichten zufolge sind sogar nur 25 Rennrunden am Stück realistisch.
Die technischen Details der Probleme
Newey betonte, dass die Schwingungen nicht nur die Hybrid-Komponenten, sondern auch das Chassis treffen und durchschütteln. Dabei hätten sich bereits Spiegel und Heckleuchten gelöst. Noch gravierender sei jedoch die Belastung für die Fahrer, die diese extremen Vibrationen über längere Zeit ertragen müssten.
Zwar habe man eine Lösung erarbeitet, die die Vibrationen in Richtung Batterie „signifikant reduziert“, so Newey weiter, doch die Power Unit bleibe das Kernproblem. Das steife Kohlefaser-Monocoque wirke dabei wie ein natürlicher Verstärker der unerwünschten Schwingungen.
Bottas' Rückkehr mit Cadillac
Für Aston Martin bedeutet dies einen denkbar schwierigen Start in die neue Ära mit Honda und Newey. Für Bottas hingegen bot sich die perfekte Vorlage für seinen trockenen Titel-Tipp mit maximaler Wirkung.
Der zehnfache Grand-Prix-Sieger, der 2025 als Reservefahrer bei Mercedes tätig war, kehrt in dieser Saison mit einem neuen Team zurück: Cadillac steigt als elftes Team in die Königsklasse des Motorsports ein. Bottas wird gemeinsam mit Sergio Pérez die Debütsaison des US-amerikanischen Herstellers anführen.
Die Kombination aus Bottas' charakteristischem Humor und den realen technischen Schwierigkeiten von Aston Martin sorgt somit für eine unterhaltsame Vorschau auf die kommende Formel-1-Saison 2026, die bereits vor dem ersten Rennen für Gesprächsstoff sorgt.



