Formel 1 pausiert wegen Iran-Krieg – McLaren kommt nach Deutschland
Die Formel 1 muss eine ungeplante Zwangspause einlegen. Aufgrund des anhaltenden Iran-Kriegs im Nahen Osten wurden die für April geplanten Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Die Sicherheit von Fans, Fahrern und Teams konnte nicht garantiert werden, weshalb die Königsklasse des Motorsports einen finanziellen Verlust von schätzungsweise 150 Millionen Euro in Kauf nimmt.
Teams atmen auf – weniger Rennen entlasten Kalender
Obwohl offiziell niemand darüber sprechen möchte, kommt die Reduzierung von 24 auf 22 Saisonrennen vielen Teams gelegen. Der extrem dichte Kalender mit 19 Grands Prix in nur 31 Wochen nach der Pause stellt eine enorme Belastung dar. Die unerwartete Auszeit bietet nun die Möglichkeit, sich zu erholen und Vorbereitungen für den Rest der Saison zu treffen.
McLaren nutzt Pause für spektakulären Test auf dem Nürburgring
Das Weltmeister-Team McLaren hat konkrete Pläne für die gewonnene Zeit. Mitte April wird das britische Team einen Reifentest von Pirelli auf dem legendären Nürburgring in Rheinland-Pfalz durchführen. Das Besondere dabei: Statt mit älteren Modellen werden die Piloten Lando Norris und Oscar Piastri mit dem aktuellen McLaren MCL40 auf der anspruchsvollen Strecke unterwegs sein.
Eigentlich waren zwei Testtage für McLaren geplant – einer Ende Februar in Bahrain und einer nach dem Saudi-Arabien-Rennen. Beide mussten aufgrund der Sicherheitslage abgesagt werden, nachdem in Bahrain bereits Raketen in der Nähe der Rennstrecke eingeschlagen waren.
Weitere Formel-1-Stars könnten nach Deutschland kommen
Norris und Piastri könnten nicht die einzigen Formel-1-Piloten sein, die in der Pause deutsche Rennstrecken besuchen. Max Verstappen von Red Bull zeigt Interesse an einer Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai und könnte bereits im April bei einem Vorbereitungsevent üben. Der dreifache Weltmeister äußerte: „Wir schauen uns das an. Ich freue mich immer darüber, hier fahren zu dürfen.“
Hülkenberg arbeitet an Audi-Projekt und Fitness
Der deutsche Fahrer Nico Hülkenberg wird die Zeit ebenfalls produktiv nutzen. Seine Pläne umfassen:
- Simulator-Fahrten in der Audi-Fabrik in Hinwil (Schweiz) zur Entwicklung des neuen Boliden
- Ein Kurztrainingslager in Monaco zur Verbesserung seiner körperlichen Verfassung
- Geplante freie Tage zur Erholung vom intensiven Saisonstart
Wie bei anderen Teams auch werden Hülkenberg und sein Teamkollege Gabriel Bortoleto von den Verantwortlichen freie Tage erhalten, um Kraft für den anspruchsvollen Rest der Saison zu tanken.
Marketing-Termine werden vorgezogen
Die meisten Rennställe nutzen die unerwartete Pause auch, um verpflichtende Marketing-Termine vorzuziehen. TV-Drehs, Sponsoren-Events und andere Verpflichtungen sollen nun abgearbeitet werden, um später im Jahr mehr Kapazitäten für die sportlichen Herausforderungen zu haben. Diese strategische Planung soll helfen, den eng getakteten Kalender der verbleibenden Saison besser zu bewältigen.
Nach der Zwangspause will die Formel 1 wieder mit voller Kraft zurückkehren. Die ungeplanten freien Wochen werden von den Teams unterschiedlich genutzt – während einige auf Erholung setzen, nutzen andere wie McLaren die Chance für wichtige Testfahrten auf historischem Boden.



