Kurioser Zwischenfall beim Formel-1-Test in Bahrain: Colapinto verliert Kontrolle über Alpine
Der dritte Testtag der Formel 1 in der Wüste von Bahrain endete mit einem ungewöhnlichen Vorfall. Während sich die Fahrer nach der achtstündigen Session auf der Startgeraden für das Üben stehender Starts positionieren wollten, erlebte der argentinische Pilot Franco Colapinto (22) einen unfreiwilligen Abflug mit seinem Alpine-Rennwagen.
Schumachers deutliche Kritik am peinlichen Manöver
Sky-Experte Ralf Schumacher (50), der auch in diesem Jahr wieder als Kommentator im Einsatz ist, fand klare Worte für den Vorfall: „Das war peinlich.“ Der ehemalige Formel-1-Pilot beobachtete, wie Colapinto offenbar versuchte, seine Reifen noch einmal anzuwärmen, bevor sein Auto plötzlich bockte und ausbrach.
Eine Sekunde später verlor der Alpine-Pilot komplett die Kontrolle über seinen Wagen und rutschte sogar ins Gras neben der Strecke. Zum Glück war er so langsam unterwegs, dass er weder in die Mauer noch – was noch schlimmer gewesen wäre – in einen Kollegen krachte, wie Augenzeugen berichteten.
Weitere bemerkenswerte Szenen am Testtag
Nur fünf Minuten vor Colapintos Missgeschick gab es bereits eine kuriose Szene mit Lewis Hamilton (41). Der siebenfache Weltmeister musste seinen Ferrari plötzlich abstellen – was zunächst wie ein vorzeitiger Feierabend aussah. Doch bei Ferrari gab es keinen Grund zur Besorgnis: Das Team führte lediglich einen Tanksensor-Test durch, bei dem der Tank absichtlich leer war, um die Funktionsfähigkeit der Sensoren zu überprüfen.
Ralf Schumacher zeigte sich bei Sky überrascht von Ferraris Leistung: „Ferrari steht auf jeden Fall besser als befürchtet da. Es gab jede Menge Gerüchte, angebliche Probleme mit den Crash-Tests, Probleme mit dem Carbon. Das sieht hier aber alles gut aus.“
Mercedes dominiert die Zeiten – Verstappen sorgt für Diskussionen
Die schnellsten Zeiten des Tages lieferte das Mercedes-Team. Der junge Italiener Kimi Antonelli (19) und George Russell (27) belegten die Plätze eins und zwei. Antonelli setzte mit der Bestzeit der gesamten Testwoche (1:33,67 Minuten) ein erstes wichtiges Ausrufezeichen. Bemerkenswert ist dies besonders, da die Silberpfeile noch am Vortag mit Motorproblemen zu kämpfen hatten und Antonelli am Donnerstag nur drei Runden absolvieren konnte.
Max Verstappen sorgte nach seiner kontroversen Aussage vom Vortag („Es macht keinen Spaß“) weiter für Gesprächsstoff. Der Niederländer beendete den Tag auf Platz fünf (1:35,34 Minuten). McLaren-Pilot Lando Norris konterte Verstappens Gemecker trocken: „Wenn er zurücktreten möchte, dann kann er das gerne machen.“
Ausblick auf die zweite Testwoche
Die Formel 1 setzt ihre Vorbereitungen auf die neue Saison ab kommendem Mittwoch mit der zweiten Testwoche in Bahrain fort. Sky überträgt vom 18. bis 20. Februar jeweils ab 8 Uhr die kompletten Testtage. Nach den kuriosen Vorfällen des dritten Testtages bleibt abzuwarten, welche weiteren Überraschungen die Teams in der Wüste von Bahrain noch bereithalten.



