Mick Schumachers erste Oval-Erfahrung: Ein turbulentes Debüt in Phoenix
Das Debüt von Mick Schumacher auf einem Oval der IndyCar-Serie gestaltete sich chaotisch und lehrreich zugleich. Nach einem beeindruckenden vierten Platz im Qualifying auf dem engen Rundkurs in Phoenix musste sich der deutsche Rennfahrer im eigentlichen Rennen mit Rang 18 begnügen. „Es ist verrückt da draußen“, kommentierte Schumacher die Erfahrung und betonte den großen Erfahrungsvorsprung der Konkurrenz.
Ein Qualifying-Ausrufezeichen und ein enttäuschendes Rennen
Im Qualifying hatte Schumacher noch für Aufsehen gesorgt und mit Platz vier eine starke Leistung gezeigt. Doch im Rennen zogen die erfahreneren Fahrer deutlich an ihm vorbei. „Die Jungs haben viel mehr Erfahrung in dieser Art von Rennen als ich, und das habe ich von Runde eins an gesehen“, erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Serienmeister Alex Palou, der ihn bereits kurz nach dem Start auf der sogenannten „high line“ überholte.
Technische Probleme und unvorhergesehene Zwischenfälle
Schumachers Rennen wurde zusätzlich durch technische Schwierigkeiten beeinträchtigt. Bei einem Boxenstopp versagte ein Schlagschrauber, was ihm wertvolle Positionen kostete. „Das Renntempo war okay“, analysierte Schumacher, „es ging an manchen Stellen vielleicht um Aggressivität, an anderen Stellen fehlte ein bisschen Glück.“ Auch für Alex Palou endete das Rennen vorzeitig – der Spanier wurde in einen Unfall an der Bande verwickelt und musste aufgeben.
Die Gesamtwertung und der Blick nach vorne
Durch seinen Ausfall verlor Palou die Gesamtführung an Josef Newgarden, der das Rennen in Phoenix für sich entschied. Für Mick Schumacher steht nun das nächste Rennen am kommenden Wochenende in Arlington, Texas, an. Dort wird wieder auf einem Straßenkurs gefahren, was dem Deutschen vermutlich mehr entgegenkommt. Etwa ein Drittel der 18 Saisonrennen in der IndyCar-Serie finden auf Ovalstrecken statt, sodass Schumacher noch weitere Gelegenheiten haben wird, seine Fähigkeiten auf diesen anspruchsvollen Kursen zu verbessern.
Die erste Oval-Erfahrung war für den Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher somit eine Mischung aus Enttäuschung und wertvollen Erkenntnissen. „Es war sehr interessant, ich freue mich, mehr zu lernen“, resümierte Schumacher nach dem ereignisreichen Rennwochenende.



