Öffentlich-rechtliche Sender ziehen positive Olympia-Bilanz nach erfolgreichen Winterspielen
Nach dem Abschluss der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF eine äußerst erfolgreiche Bilanz ihrer Übertragungen vorgelegt. Die gesamten Olympia-Sendungen erreichten durchschnittlich 3,1 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und erzielten dabei einen bemerkenswerten Marktanteil von 23,2 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung des linearen Fernsehens für große Sportereignisse.
Digitale Angebote verzeichnen Rekordnutzung
Parallel zu den traditionellen Fernsehübertragungen verzeichneten die Streamingportale der Sender außergewöhnlich hohe Abrufzahlen. Das ZDF meldete 50 Millionen Abrufe von Videos und Livestreams, während die ARD sogar auf 85 Millionen Abrufe kam. Besonders bemerkenswert: Die Mediathek der ARD verzeichnete während der ersten Olympia-Woche die höchste Nutzung ihrer gesamten Geschichte.
„Diese Zahlen zeigen deutlich, dass lineares Fernsehen bei Live-Ereignissen nach wie vor eine außerordentliche Relevanz besitzt, während die Nutzung unserer digitalen Angebote gleichzeitig enorm gewachsen ist“, erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Die erfolgreiche Kombination aus traditionellen und modernen Übertragungswegen habe sich erneut bewährt.
Besonders hohes Interesse bei jüngeren Zielgruppen
Ein erfreuliches Ergebnis der Olympia-Berichterstattung war das überdurchschnittlich hohe Interesse bei jüngeren Zuschauern. Sowohl ARD als auch ZDF erreichten in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen jeweils etwa 34 Prozent Marktanteil. Diese Zahlen widerlegen das Klischee, junge Menschen würden sich ausschließlich über soziale Medien oder Streamingdienste informieren.
Die Schlussfeier der Winterspiele am Sonntagabend verfolgten insgesamt 4,28 Millionen Zuschauer im ZDF, was einem Marktanteil von 18,9 Prozent entsprach. Damit bildete das Finale einen würdigen Abschluss der zweiwöchigen Sportveranstaltung.
Zeitverschiebungsfreie Übertragungen als Erfolgsfaktor
ZDF-Sportchef Yorck Polus betonte einen weiteren wichtigen Aspekt des Erfolgs: „Diese Olympischen Spiele haben sich nach der tollen Handball-EM als das nächste Highlight dieses großen Sportjahres erwiesen. Es waren auch deshalb erfolgreiche Winterspiele, weil unsere Zuschauerinnen und Zuschauer sie nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder ohne Zeitverschiebung erleben konnten.“
Die geografische Nähe der Austragungsorte in Norditalien ermöglichte Übertragungen in gewohnten Sendezeiten, was sich positiv auf die Zuschauerakzeptanz auswirkte. Die öffentlich-rechtlichen Sender konnten damit ihre Rolle als verlässliche und umfassende Berichterstatter großer Sportereignisse eindrucksvoll bestätigen.



