Berlin setzt auf internationale Strahlkraft im Kampf um Olympia-Bewerbung
Berlin will mit internationaler Strahlkraft für Olympia punkten

Berlin setzt auf internationale Strahlkraft im Kampf um Olympia-Bewerbung

Im intensiven Wettbewerb um eine deutsche Olympia-Bewerbung vertraut Berlin weiterhin auf seine einzigartige internationale Ausstrahlung. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonte nach der zweiten Sitzung des Kuratoriums: „Es ist unumstritten: Das ist die große Stärke, die wir haben. Es gibt kaum eine Stadt in Deutschland, die so viel internationale Strahlkraft hat wie Berlin – um nicht zu sagen keine.“

Kuratorium soll Bewerbung in der Stadt verankern

Das Kuratorium, das sich aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Sport und Sozialem zusammensetzt, hat die wichtige Aufgabe, die Olympia-Bewerbung stärker in der Berliner Stadtgesellschaft zu verankern. Zu den prominenten Mitgliedern zählen:

  • Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo
  • Handelsverband-Geschäftsführer Nils Busch-Petersen
  • Dietmar Bartsch von den Linken

Bis Ende September plant das Gremium, sich vier bis fünf Mal zu treffen, um die Bewerbungsstrategie kontinuierlich voranzutreiben.

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Kiez-Touren und Workshops für direkten Bürgerkontakt

Um die Berliner Bevölkerung für die Olympischen Spiele zu sensibilisieren, startet eine umfangreiche Informationskampagne. Bis zum 16. April sind zahlreiche Workshops und Online-Seminare geplant. Besonders innovativ sind die Kiez-Touren, die bis Ende Februar an insgesamt zwölf Stationen in der Stadt Halt machen werden.

Die Verantwortlichen erhoffen sich durch diesen intensiven Austausch „eine facettenreiche Auseinandersetzung“ darüber, wie eine Bewerbung für nachhaltige Spiele gestaltet werden könnte. Unter dem Motto „Olympia wirkt vor Ort“ wollen die Befürworter den Bürgerinnen und Bürgern den konkreten Mehrwert der Spiele verdeutlichen.

Bürgermeister Wegner erklärte dazu: „Wir wollen diese Spiele in alle Bezirke tragen.“ Der Breitensport soll in allen Teilen der Hauptstadt von den Olympischen Spielen profitieren und langfristige Impulse erhalten.

DOSB-Entscheidung und Konkurrenzsituation

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September in einer außerordentlichen Sitzung in Baden-Baden über den deutschen Bewerber entscheiden. Berlin befindet sich dabei in einem intensiven Wettbewerb mit drei weiteren Regionen:

  1. München
  2. Hamburg
  3. Rhein-Ruhr-Region

Allerdings bleiben einige wichtige Parameter für die Bewerbung noch unklar. Das Internationale Olympische Komitee hat weder die genauen Kriterien noch den konkreten Zeitpunkt für die Vergabe festgelegt. Aus diesem Grund bewirbt sich der DOSB strategisch für die Olympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 und 2044, um alle Eventualitäten abzudecken.

Die Berliner Bewerbungsinitiative kombiniert somit die internationale Strahlkraft der Hauptstadt mit einem intensiven Bürgerdialog, um im nationalen Auswahlverfahren bestehen zu können. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser zweigleisige Ansatz erfolgreich sein wird.

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