Olympia-Eklat im Curling: Kanadier Kennedy erneut mit Schummel-Vorwürfen konfrontiert
Curling-Eklat: Kanadier Kennedy mit neuen Schummel-Vorwürfen

Olympia-Eklat im Curling: Kanadier Kennedy erneut mit Schummel-Vorwürfen konfrontiert

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo sorgt der kanadische Curler Marc Kennedy für erhebliche Unruhe. Der 44-jährige Sportler muss sich zum wiederholten Mal gegen massive Schummelvorwürfe verteidigen, die mittlerweile von mehreren konkurrierenden Teams erhoben werden.

Schweizer Team äußert Kritik nach Niederlage

Nach dem bereits hitzigen Duell gegen Schweden am Freitagabend, bei dem es zu einem regelrechten Eklat gekommen war, meldet sich nun auch das Schweizer Team zu Wort. Der Schweizer Spieler Pablo Lachat-Couchepin berichtete seinem Trainer während der Partie gegen Kanada von einem vermeintlichen Doppelkontakt nach dem Loslassen des Steins durch Kennedy.

„Ich möchte den Fokus nicht zu sehr darauf lenken, aber er hat wieder zweimal berührt – und der Schiri hat das gesehen“, zitiert der „Toronto Star“ den Schweizer Curler. Ob Lachat-Couchepin seinen Vorwurf auch direkt an den Schiedsrichter herantrug, ist bisher nicht bekannt. Dennoch erhöht diese erneute Anschuldigung den Druck auf den kanadischen Sportler erheblich.

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Heftiger Streit mit schwedischem Gegner

Die Situation war bereits im Spiel gegen Schweden extrem eskaliert. Der schwedische Curler Oskar Eriksson hatte Kennedy direkt beschuldigt, einen Stein regelwidrig gespielt zu haben – nicht am Griff, sondern am Granit doppelt berührt, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

„Haben Sie das gesehen? Ist das erlaubt? Denn dann machen wir das auch!“, rief Eriksson in Richtung der Schiedsrichter. Kennedy reagierte äußerst wütend auf diese Anschuldigung und wies sie vehement zurück: „Ich habe das nicht ein einziges Mal gemacht“, rief der Kanadier, bevor er seinem Ärger mit den Worten Luft machte: „Komm schon Oskar, f*** off!“

Eriksson konterte prompt: „Nicht einmal? Ich zeige dir nach dem Spiel ein Video.“ Tatsächlich kursierten in den sozialen Netzwerken anschließend Aufnahmen, die den Verdacht zu bestätigen schienen – sie zeigen Kennedy, wie er den Stein nach dem Loslassen seitlich mit dem Finger zu berühren scheint.

Aggressive Atmosphäre und Verwarnung

Das Spiel entwickelte sich in der Folge zu einer äußerst hitzigen Angelegenheit mit aggressiver Grundstimmung. Beide Teams achteten fortan bei jedem einzelnen Stein auffallend genau auf die Ausführung des Gegners. Die Kanadier warfen den Schweden ihrerseits vor, ebenfalls Steine doppelt berührt zu haben.

Kennedy äußerte sich nach dem Spiel zu den Vorwürfen: „Ich mag es nicht, des Betrugs beschuldigt zu werden, also habe ich ihm gesagt, was ich davon halte.“ Die vermeintlichen Regelverstöße hatten für den kanadischen Curler bisher keine disziplinarischen Konsequenzen, allerdings wurde er für seine Ausdrucksweise im Spiel gegen Schweden bereits mündlich verwarnt.

Die erneuten Vorwürfe des Schweizer Teams verschärfen die Situation nun zusätzlich. Beobachter fragen sich, ob die Schiedsrichter bei künftigen Spielen noch strenger auf mögliche Regelverstöße achten werden. Die Olympischen Spiele in Cortina d'Ampezzo erleben damit einen der größten Skandale im Curling-Sport der letzten Jahre.

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