Deutsche Rodel-Doppelsitzer kämpfen um Medaillen bei Olympischen Winterspielen
Das siebte Olympia-Gold im Rodeln ist für das deutsche Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt nur noch schwer greifbar. Nach einer leicht unruhigen ersten Fahrt im neu gebauten Cortina Sliding Centre liegen die erfahrenen Athleten aus Berchtesgaden und Königssee mit 0,101 Sekunden Rückstand auf die führenden Amerikaner Marcus Müller und Ansel Haugsjaa auf Platz fünf.
Hauchdünne Unterschiede im Spitzenfeld
Noch knapper ist die Situation für das zweite deutsche Duo Toni Eggert und Florian Müller vom WSV Oberhof und WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Sie waren in der ersten Fahrt lediglich vier Tausendstelsekunden schneller als Wendl/Arlt und belegen damit vor dem entscheidenden zweiten Lauf den vierten Rang.
Für die große Überraschung sorgte das US-Duo, das überraschend den Bahnrekord der Österreicher Thomas Steu und Wolfgang Kindl noch knackte. Die mit Startnummer acht ins Rennen gegangenen Italiener Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner fuhren mit einer blitzsauberen Fahrt auf den dritten Platz.
Spannendes Rennen im Cortina Sliding Centre
Cheftrainer Patric Leitner, selbst 2002 mit Alexander Resch Olympiasieger im Doppel, gab vor dem Rennen das Motto aus: „Ich möchte, dass sie das Herz in die Hand nehmen, alle.“ Das Doppelsitzer-Rennen im neu gebauten Cortina Sliding Centre entwickelte sich tatsächlich zu einem der spannendsten Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele.
Die Unterschiede zwischen den Top-Teams sind minimal, was die zweite Fahrt zu einem echten Nervenkitzel macht. Beide deutschen Duos haben zwar Medaillenchancen, müssen aber im entscheidenden Lauf noch einmal alles geben, um auf das Podest zu fahren.
Die Konkurrenz aus den USA und Italien hat sich überraschend stark präsentiert und zeigt, dass das Rodeln bei diesen Olympischen Spielen besonders ausgeglichen ist. Die deutschen Athleten stehen unter Druck, können aber mit ihrer langjährigen Erfahrung punkten.



