DOSB-Chef verteidigt Olympia-Team: Nicht abgehängt trotz durchwachsener Halbzeit
DOSB-Chef verteidigt Olympia-Team gegen Kritik

DOSB-Spitze kontert Kritik: Deutsche Olympia-Mannschaft nicht abgehängt

Die Halbzeitbilanz des deutschen Teams bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo fällt durchwachsen aus, doch der Chef de Mission wehrt sich entschieden gegen pauschale Kritik. Olaf Tabor, Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbunds, betonte in seiner Zwischenbilanz: „Die Aussage, dass wir abgehängt werden, kann ich so nicht stehen lassen.“ Der Rest der Welt mache es dem deutschen Sport so schwer wie möglich.

Goldmedaillen-Rückgang im Vergleich zu Peking

Im direkten Vergleich zu den Winterspielen in Peking vor vier Jahren ist insbesondere die Zahl der Goldmedaillen für die deutsche Auswahl vor Beginn der Schlusswoche zurückgegangen. Tabor räumte ein: „Die erste Woche hatte Höhen und Tiefen, das muss man ehrlicherweise auch sagen. Das ein oder andere haben wir liegen lassen.“ Einige Sportarten, von denen sich der DOSB mehr versprochen hatte, hätten ihre Potenziale nicht vollständig abgerufen.

Schlittensport als tragende Säule

Als positive Beispiele nannte der 55-jährige Sportfunktionär den überraschenden Olympiasieg von Skispringer Philipp Raimund sowie die Silbermedaille von Skirennfahrerin Emma Aicher. Besonders hervor hob Tabor die Leistungen der Schlittensportarten: „Das deutsche Team wird von den Schlittensportarten getragen.“ Die sogenannte Stimmungsmaschine im Eiskanal sei ihrem Ruf gerecht geworden und habe geliefert. Die deutschen Teams im Rodeln und Skeleton haben bisher den Großteil der deutschen Medaillen errungen.

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Hoffnung auf Wiederholung der Peking-Ausbeute

Trotz der durchwachsenen ersten Woche hält der Chef de Mission an der Hoffnung fest, die Medaillenausbeute von Peking 2022 erneut erreichen zu können. Damals hatte das deutsche Team insgesamt 27 Medaillen gewonnen, darunter 12 goldene. Tabor betonte: „Auch mit Blick auf die Weltcup-Ergebnisse dieses Winters muss der deutsche Sport auf keinen Fall negativ auf die Zukunft blicken und sich international nicht verstecken.“

Mit 185 Athletinnen und Athleten schickt der DOSB in Italien das größte deutsche Team der Geschichte bei Winterspielen ins Rennen. Diese Rekordbeteiligung unterstreicht die Breite und Tiefe des deutschen Wintersports, auch wenn nicht alle Disziplinen bisher ihre Erwartungen erfüllen konnten.

Die zweite Olympia-Woche wird zeigen, ob das deutsche Team die anfänglichen Schwierigkeiten überwinden und die ambitionierten Ziele noch erreichen kann. Die Schlittensportarten bleiben dabei die größte Hoffnungsträger für weitere Medaillengewinne.

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