IPC zeigt Verständnis für Unmut über russische Flagge bei Winter-Paralympics
IPC versteht Unmut über russische Flagge bei Paralympics

IPC äußert Verständnis für Kritik an russischer Flaggenzulassung

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat in der kontroversen Debatte um die Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge bei den bevorstehenden Winter-Paralympics in Norditalien erneut auf demokratische Prozesse verwiesen, gleichzeitig aber auch Verständnis für die weitverbreitete Unzufriedenheit gezeigt. IPC-Sprecher Craig Spence betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die Entscheidung im Rahmen eines sehr demokratischen Verfahrens getroffen worden sei, bei dem alle Mitglieder des Komitees abstimmen konnten.

Demokratischer Prozess als Grundlage

„Wir verstehen vollkommen, dass zahlreiche Nationen mit dieser Entscheidung unzufrieden sind“, erklärte Spence. „Allerdings wurde sie durch einen äußerst demokratischen Prozess legitimiert. Wir haben diese wichtige Frage allen unseren Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt, die sich mehrheitlich für die Rückkehr von Russland und Belarus ausgesprochen haben.“ Die Generalversammlung des IPC hatte Ende September mit deutlicher Mehrheit für die Aufhebung der Suspendierung der beiden kriegsführenden Länder gestimmt.

Durch diesen Beschluss dürfen Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus bei den Winter-Paralympics in Verona, die vom 6. bis 15. März stattfinden, wieder unter ihrer eigenen Nationalflagge antreten. Sie sind berechtigt, nationale Embleme zu zeigen und im Falle eines Medaillengewinns ihre jeweilige Hymne zu hören. Bereits am Dienstag waren sechs russische und vier belarussische Sportler bei der Vergabe der Wildcards für die Paralympics offiziell zugelassen worden.

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Boykottankündigungen und Reaktionen

Als Reaktion auf diese Entwicklung kündigte die Ukraine an, die Eröffnungsfeier der Spiele in Verona zu boykottieren. Tschechien schloss sich dieser Entscheidung kurz darauf an. Spence wies jedoch darauf hin, dass beide Länder bereits zuvor beschlossen hatten, keine Athleten zur Zeremonie zu entsenden, da diese am darauffolgenden Tag in ihren Wettbewerben starten müssten.

„Viele Nationen, die aus rein wettkampftechnischen Gründen ohnehin nicht vorhatten, Vertreter zur Eröffnungsfeier zu schicken, behaupten nun, es handele sich um einen politischen Boykott“, so der IPC-Sprecher. Er fügte hinzu, dass er bislang noch keine offiziellen Mitteilungen aus der Ukraine oder Tschechien bezüglich eines formellen Boykotts erhalten habe. Die Situation bleibt somit angespannt, während die Sportwelt gespannt auf die weiteren Entwicklungen bei den Winter-Paralympics blickt.

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