Klimaschützer kritisieren Olympia 2026: Dezentrales Konzept als Mogelpackung
Die Klimaschutz-Organisation Protect Our Winters (POW) übt scharfe Kritik an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Laut POW-Vertreter Mats Mosel handelt es sich bei dem dezentralen Konzept der Spiele um eine regelrechte Mogelpackung, die dem Umweltschutz im Wege steht.
Verkehr als großer Emissionsfaktor
Im Deutschlandfunk-Interview betonte Mosel: "Wir fordern ganz, ganz entschieden klimafreundliche, emissionsarme Mobilität, denn die sehen wir so nicht." Die weit verteilten Austragungsorte in Norditalien würden dieses Versprechen unmöglich machen. Der Verkehr sei ein enormer Treiber für Emissionen, der durch das dezentrale Konzept noch verschärft werde.
Mangelnde Transparenz und problematische Infrastruktur
Mosel kritisierte zudem, dass Transparenz für die lokale Bevölkerung "viel zu spät" entstanden sei. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) müsse sicherstellen, dass der gesamte Prozess von Anfang bis Ende überprüft werde, um echte Transparenz zu gewährleisten. Weitere Kritikpunkte sind:
- Der Neubau des Eiskanals in Cortina
- Das Sponsoring der Spiele durch fossile Unternehmen
- Die mangelnde Umsetzbarkeit von Klimaversprechen
Forderungen an das IOC
Die Organisation fordert das IOC auf, stärker in die Verantwortung zu gehen. Zwar sei es richtig, sich mit großen Emissionstreibern zu beschäftigen, doch müssten Versprechen auch tatsächlich eingehalten werden. Die aktuelle Planung stehe im Widerspruch zu klimafreundlichen Zielen und untergrabe das Vertrauen in nachhaltige Sportgroßveranstaltungen.



