Doppelter Olympia-Triumph mit kuriosem Nachspiel
Max Langenhan (25) hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo Geschichte geschrieben. Der deutsche Rodler holte nicht nur im Einzel, sondern auch im Team-Wettbewerb die Goldmedaille – eine außergewöhnliche Leistung, die ihn in die Riege der deutschen Sportlegenden katapultiert. Doch direkt nach seinem zweiten Triumph sorgte der Athlet in der Mixed Zone für einen unerwarteten und höchst amüsanten Moment der Offenheit.
„Ein kleiner Fauxpas“ in der Nacht nach dem Gold
„Mir ist ein kleiner Fauxpas passiert, muss ich ehrlich sein“, gestand Langenhan mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Der Doppel-Olympiasieger räumte ein: „Ich hatte eine kurze Nacht – das verschönert nichts.“ Die Aufregung und Freude über den historischen Erfolg hatten offenbar zu einer schlaflosen Nacht geführt, was seine Aufmerksamkeit am nächsten Tag möglicherweise beeinträchtigte.
Die kuriosen Ereignisse nahmen ihren Lauf, als Langenhan an einer Bushaltestelle auf sein Shuttle wartete. Um sich die Zeit zu vertreiben, schaute er sich ein Video an. „Ich habe mir ein cooles Video von den Geissens angeschaut. Robert und Carmen haben mir ja gratuliert“, erzählte der Sportler. In diesem Moment klingelte sein Handy.
Die fatale Entscheidung: Unbekannte Nummer ignoriert
„Da hat mich eine Nummer angerufen. Ich bin aber nicht rangegangen, weil ich sie nicht eingespeichert hatte“, so Langenhan. Der Grund für seine Ablehnung war eine persönliche Regel: „Und ich habe mir eins geschworen: Ich gehe nicht an unbekannte Nummern ran.“ Also wischte er den Anruf einfach weg – eine Entscheidung, die er kurz darauf bereuen sollte.
Erst später kam die überraschende Enthüllung: „Es hat sich herausgestellt – es war Friedrich Merz.“ Der Vorsitzende der CDU hatte sich offenbar persönlich bei dem Olympiasieger melden wollen, um ihm zu seinem doppelten Gold-Erfolg zu gratulieren. Ein peinlicher Moment, den Langenhan jedoch mit typischem Sportsgeist und Humor nahm.
Entschuldigung mit Augenzwinkern
„Lieber Friedrich, lieber Herr Merz, es tut mir super leid“, richtete der Rodler eine öffentliche Entschuldigung an den Politiker. Mit einem charmanten Angebot schloss er: „Vielleicht schaffen wir es ja noch, zu telefonieren.“ Die Situation fasste Langenhan pointiert zusammen: „Gold gewonnen. Merz verpasst.“
Die deutsche Rodel-Mannschaft feierte in Cortina einen überragenden Erfolg. Neben Max Langenhan standen auch Julia Taubitz, Tobias Wendl, Tobias Arlt, Dajana Eitberger und Magdalena Matschina auf dem obersten Podestplatz. Das Team demonstrierte einmal mehr die deutsche Dominanz in dieser Wintersport-Disziplin und schrieb sich mit doppeltem Gold in die Annalen der Olympischen Geschichte ein.
Während Langenhan also sportlich alles richtig machte, erwies sich seine Telefon-Etikette in diesem speziellen Moment als weniger glücklich. Die Episode zeigt jedoch die menschliche Seite des Hochleistungssportlers, der trotz olympischen Ruhms alltäglichen Regeln folgt – selbst wenn diese ihn dazu bringen, den Anruf eines prominenten Politikers zu verpassen.



