Lara Markthaler: Münchner Skitalent startet bei Olympia für Südafrika
Lara Markthaler startet bei Olympia für Südafrika

Lara Markthaler: Münchner Skitalent startet bei Olympia für Südafrika

Die 19-jährige Lara Markthaler aus München ist eines der größten deutschen Skitalente, doch bei den Olympischen Spielen tritt sie für Südafrika an. Am Sonntag bestreitet sie im Riesenslalom ihr bislang größtes Rennen der Karriere mit der Startnummer 56, genau an ihrem 19. Geburtstag. Bereits vor einem Jahr war sie bei der Weltmeisterschaft in Saalbach dabei und sammelte wertvolle Erfahrungen.

Vielseitige Persönlichkeit im Skisport

Markthaler ist nicht nur Leistungssportlerin, sondern auch Schülerin, Influencerin mit 115.000 Followern auf Instagram und Werbegesicht für die Skimarke Rossignol. Zusammen mit ihrem Vater Christian bildet sie ein eingespieltes Team: Sie konzentriert sich auf das Skifahren, während er als Trainer, Servicemann, Berater und sogar Sponsor fungiert. „Wir organisieren uns eigentlich selber“, erklärt Lara. „Wir kennen aber auch wahnsinnig viele und hängen uns auch gerne irgendwo dran.“ Christian ergänzt: „Es war schon viel learning by doing.“

Training und Ziele für die Zukunft

In diesem Winter trainiert Lara vor allem mit einem kleinen italienischen Team und verbrachte bereits vor Olympia viel Zeit in Cortina und Umgebung. Ihr Ziel ist klar: eine feste Größe im Weltcup werden. Ob dies gelingt, bleibt offen. Ihr Vater sagt dazu: „Eigentlich ist der Plan B der Plan A. Aber wir probieren es halt mal.“ Die Familie zog nach Kanada, als Lara acht Jahre alt war, nachdem sie in München aufgewachsen war. Mit eineinhalb Jahren stand sie erstmals auf Skiern, doch lange Zeit war sie vor allem im Downhill-Mountainbiken ein Ausnahmetalent.

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Wechsel zum Skisport und schulische Herausforderungen

Inzwischen hat sie sich ganz dem Skisport verschrieben. Lara erklärt: „Beim Mountainbiken war auch ein sehr großer Punkt, auch für meine Eltern, dass es so gefährlich ist. Es steht halt immer ein Baum im Weg oder irgendein Stein – und beim Skifahren fliegt man dann doch nur in den Schnee.“ 2019 kehrte die Familie von Kanada nach Europa zurück und ließ sich direkt in Cortina nieder, einem idealen Lebensmittelpunkt nicht nur wegen der Berge, sondern auch, weil Lara dort problemlos ihren Online-Unterricht aus Kanada fortsetzen konnte.

Dies war auch ein Grund, warum sich ein Anschluss an den deutschen Verband nicht in Frage stellte. Lara erläutert: „Ich wurde noch nie auf Deutsch unterrichtet und wenn ich für die Deutschen fahren wollte, wäre das auch mit dem Schulsystemwechsel verbunden gewesen.“ In diesem Jahr will sie ihren Schulabschluss machen – als Olympiateilnehmerin. Am Mittwoch wird sie auch beim Slalom am Start stehen und ihre Karriere weiter vorantreiben.

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