Olympia 2026: Déjà-vu-Drama! Mikaela Shiffrin patzt erneut im entscheidenden Moment
Ein böses Olympia-Déjà-vu hat den alpinen Ski-Sport bei den Winterspielen 2026 erschüttert. Superstar Mikaela Shiffrin erlebte in der Team-Kombination eine schmerzhafte Wiederholung des Dramas von Peking 2022. Die US-Amerikanerin, die als klare Favoritin antrat, verpasste im bittersten Moment erneut die erhoffte Goldmedaille.
Die unsichtbare Hand der Vergangenheit
Shiffrin stand wie schon bei den Spielen 2022 als letzte Fahrerin im Starthaus, bereit, den drei Zehntel Vorsprung ihrer Teamkollegin Breezy Johnson in Gold für die USA zu verwandeln. Was als formale Aufgabe erschien, entpuppte sich als psychologische Hürde. „Die Nerven, die Bilder von Peking - bekommt sie das aus dem Kopf heraus?“, fragte ZDF-Kommentator Bernd Schmelzer bereits vor dem Start mit banger Vorahnung.
Die schmerzhaften Erinnerungen schienen Shiffrin wie eine unsichtbare Hand festzuhalten. Obwohl die Slalom-Dominatorin keine groben Fehler machte, wirkte sie sichtbar gehemmt und verkrampft. „Sie ist nicht frei“, konstatierte Schmelzer bereits bei der ersten Zwischenzeit, als es Rot aufleuchtete.
Vom Goldfavoriten zum Medaillenverlierer
Wer darauf wartete, dass Shiffrin im unteren Teil der Strecke wie gewohnt den Turbo zünden würde, wurde bitter enttäuscht. Die verkrampft fahrende Topathletin verpasste nicht nur die Bestzeit, sondern auch sämtliche Podiumsränge. Lediglich Platz vier sprang für das US-Team I heraus - die absolute Höchststrafe für die klaren Favoriten.
„Sie schafft es nicht. Vierter Platz für die USA - das ist doch Wahnsinn“, kommentierte Schmelzer fassungslos. „Bronze für die USA, aber für die ‚Falschen‘. Wiles und Moltzan und nicht Johnson und Shiffrin, das ist doch alles nicht normal.“
Österreich triumphiert überraschend
Unten jubelten stattdessen die beiden Österreicherinnen Katharina Huber und Ariane Rädler, die völlig überraschend Gold gewannen. Silber sicherte sich das deutsche Duo mit Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher, Bronze ging an das US-Team II mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan.
Die eigentliche Sensation war jedoch das Scheitern von USA I und insbesondere von Shiffrin. „Die ist halt auch keine Maschine, sondern auch nur ein Mensch und hat halt auch mal einen nicht so guten Tag“, sagte Weidle-Winkelmann auf Nachfrage. Shiffrin war von 18 ins Ziel gekommenen Slalom-Fahrerinnen nur die 15.-beste Zeit gefahren - selbst die Argentinierin Francesca Baruzzi war schneller.
Olympia - Shiffrins schwieriges Pflaster
Nach dem Rennen brachte Shiffrin nur wenig Licht ins Dunkel: „Ich habe kein komfortables Level gefunden, der es mir erlaubt, Vollgas zu geben.“ Es gehe um ein „Gefühl unter den Füßen“, erklärte die Dominatorin. Die äußeren Bedingungen hätten eine Rolle gespielt: „Die Bedingungen wie heute – es ist das erste Mal, dass wir Bedingungen wie diese in der Saison sahen. Ich habe mich dem noch nicht angepasst.“
Olympia schreibt eben seine eigenen Gesetze. Für Shiffrin sind die Winterspiele schon länger eine komplizierte Beziehung. Nach dem Goldstart 2014 in Sotschi folgten wechselhafte Ergebnisse: 2018 Gold im Riesenslalom und Silber in der Super-Kombination, 2022 dann das komplette Fiasko mit Ausfällen in drei Disziplinen.
Hoffnung auf Befreiungsschlag
Die erneute Olympia-Enttäuschung wird auch für ein Ski-Ass wie Shiffrin nicht leicht zu verarbeiten sein. Immerhin konnte Teamkollegin Johnson bereits in der Abfahrt Gold gewinnen und umarmte ihre gefrustete Kollegin direkt im Ziel tröstend.
Shiffrin drohen nun die zweiten medaillenlosen Spiele in Serie. Doch die US-Amerikanerin bleibt optimistisch: „Wir stellen uns alle mit mehr Informationen besser an, denke ich. Und ich bekam heute sehr viele Informationen.“ Womöglich gelingt ihr schon beim Riesenslalom am 15. Februar oder bei ihrer Spezialdisziplin Slalom am 18. Februar der ersehnte olympische Befreiungsschlag. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Shiffrin ihre mentale Blockade überwinden kann.



