Olympia-Hass im Netz eskaliert: DOSB filtert bereits 1300 Hasskommentare
Olympia-Hass: DOSB filtert 1300 Hasskommentare

Massive Hetze gegen deutsche Olympioniken im Netz

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat angesichts einer alarmierenden Welle von Hass und Hetze im Internet während der Olympischen Winterspiele öffentlich Alarm geschlagen. Leistungssport-Vorstand und Chef de Mission Olaf Tabor bestätigte am Sonntag, dass bereits rund 1300 Hasskommentare durch ein spezielles KI-System herausgefiltert wurden. Einige dieser Fälle werden aktuell von der Staatsanwaltschaft untersucht.

KI-Filter als Schutzschild für Athleten

Ähnlich wie bereits bei den Sommerspielen 2024 in Paris setzt der DOSB auch bei den aktuellen Winterspielen auf einen ausgeklügelten Hatespeech-Filter, um die deutschen Sportlerinnen und Sportler vor digitalen Angriffen zu schützen. Das intelligente System erkennt in Echtzeit:

  • Beleidigungen und Drohungen
  • Rassistische und sexistische Inhalte
  • Weitere diskriminierende Äußerungen

Die Technologie analysiert Inhalte in bis zu 30 verschiedenen Sprachen und kategorisiert sie in 25 unterschiedliche Hass-Kategorien. Zum Vergleich: Während der Pariser Spiele wurden bei einem deutlich größeren deutschen Aufgebot mehr als 61.000 Kommentare erfasst, von denen knapp 4000 automatisch ausgeblendet wurden.

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Internationales Problem mit politischem Hintergrund

Die Hetze im Internet stellt kein rein deutsches Phänomen dar. Zahlreiche internationale Athleten sind ebenfalls betroffen. Besonders prominent waren in den vergangenen Tagen Fälle von US-Sportlern, die sich kritisch über ihre Regierung unter Präsident Donald Trump geäußert hatten und daraufhin massive digitale Anfeindungen erfuhren.

Der DOSB setzt seine enge Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) fort. Diese Kooperation ermöglicht es, rechtlich relevante Inhalte unmittelbar an die zuständigen Ermittlungsbehörden zu übermitteln und so strafrechtlich gegen die Urheber von Hasskommentaren vorzugehen.

Olaf Tabor kommentierte die besorgniserregende Entwicklung: "Unsere Befürchtungen, dass sich dieses Thema weiter verschärfen wird, sind leider wahr geworden. Die Dimension der digitalen Angriffe auf unsere Athleten ist alarmierend und erfordert konsequente Gegenmaßnahmen." Der DOSB bleibt wachsam und wird sein Schutzsystem für die Sportler kontinuierlich weiterentwickeln.

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