Internationale Pressestimmen: Gemischte Bilanz nach Abschluss der Olympischen Winterspiele in Italien
Pressestimmen: Gemischte Bilanz nach Olympischen Winterspielen

Internationale Pressestimmen zum Abschluss der Olympischen Winterspiele

Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind nach 17 Tagen mit einer feierlichen Abschlusszeremonie in Verona zu Ende gegangen. Während das Gastgeberland Italien eine überwiegend positive Bilanz zieht, fallen die internationalen Pressestimmen deutlich gemischter aus. Besonders das dezentrale Konzept der Spiele und die Atmosphäre vor Ort werden kontrovers diskutiert.

Italienische Medien: Triumphaler Heimauftritt

Die italienische Presse feiert die Heimspiele als vollen Erfolg. Gazzetta dello Sport spricht von einer "glänzenden Bilanz" und betont, dass Italien sein erklärtes Ziel von 20 Medaillen nicht nur erreicht, sondern mit insgesamt 30 Medaillen deutlich übertroffen habe. Der Heimvorteil habe als zusätzlicher Antrieb gewirkt.

Corriere dello Sport wertet auch das erstmals dezentral organisierte Konzept als Erfolg: "Abgesehen von vereinzelten Problemen im Transportbereich hat die Organisation entlang der Achse Mailand-Cortina reibungslos funktioniert."

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Tuttosport dankt für "saubere und moderne Winterspiele", die der Welt ein positives Bild Italiens vermittelt hätten. Corriere della Sera stellt fest, dass das internationale Ansehen Italiens gestiegen sei und sowohl Bergorte Rekordbesucherzahlen meldeten als auch Mailand einen außergewöhnlich starken Zustrom von Fans erlebt habe.

La Stampa resümiert: "Italien hat die Olympia-Prüfung voll bestanden. Das Experiment der dezentralen Winterspiele ist gelungen und hat einen Weg geebnet, den Frankreich jetzt fortsetzen wird."

Internationale Kritik: Fehlende Atmosphäre und organisatorische Mängel

Während die italienische Presse jubelt, äußern sich Medien aus anderen Ländern deutlich kritischer. Die österreichische Krone berichtet von zahlreichen Beschwerden der Athleten: "Siegerehrungen im Schnelldurchlauf, keine Medaillenzeremonien. Wenig Interaktion mit den Fans, kaum olympisches Flair. Extrem weite Distanzen, kein Zentrum für Feierlichkeiten."

Die Schweizer Neue Zürcher Zeitung konstatiert: "Die dezentralen Winterspiele haben funktioniert, aber Stimmung kam kaum auf." Der Blick fragt sich, ob dezentrale Spiele wirklich eine gute Idee seien: "Die Stimmung war an vielen Orten ziemlich mau, die Medaillenzeremonien waren teils traurige Veranstaltungen."

Auch der englische Telegraph thematisiert politische Spannungen und stellt fest: "Das Bestreben des IOC, das Spielfeld zu einer politikfreien Zone zu machen, erscheint aussichtsloser denn je."

Ausblick auf Paralympics und kommende Winterspiele

Während die Winterspiele beendet sind, richten sich bereits alle Augen auf die kommenden Ereignisse. Der Guardian weist darauf hin, dass in zwölf Tagen die Winter-Paralympics beginnen, bei denen erstmals seit 2014 wieder russische Athleten unter eigener Flagge antreten werden.

Le Figaro aus Frankreich kommentiert den Staffelstab-Wechsel: "Italien hat in Schönheit den Staffelstab an Frankreich weitergegeben." Damit wird bereits der Blick auf die nächsten Olympischen Winterspiele gerichtet, die im Nachbarland Frankreich stattfinden werden.

CNN aus den USA zieht eine insgesamt positive Bilanz: "Mit Drama, Spannung, lustigen Momenten und vielen spannenden Medaillenentscheidungen waren dies Olympische Winterspiele, die in Erinnerung bleiben werden."

Insgesamt zeigt die internationale Presseresonanz, dass die Bewertung der Olympischen Winterspiele in Italien stark vom Standpunkt abhängt. Während das Gastgeberland den sportlichen und organisatorischen Erfolg feiert, bleiben internationale Beobachter in Bezug auf Atmosphäre und Athletenbetreuung skeptisch. Die Diskussion um das dezentrale Konzept wird sicherlich auch die Vorbereitungen für die kommenden Winterspiele in Frankreich beeinflussen.

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