Elis Lundholm: Erster transsexueller Athlet bei Winterspielen startet im Frauen-Wettbewerb
Trans-Athlet Lundholm startet bei Olympia im Frauen-Wettbewerb

Elis Lundholm: Ein historischer Moment bei den Olympischen Winterspielen

Für Elis Lundholm geht mit der Teilnahme am olympischen Ski-Freestyle-Wettbewerb ein langgehegter Traum in Erfüllung. Der 23-jährige Schwede schreibt zudem Geschichte, indem er als erster offen transsexueller Athlet bei Olympischen Winterspielen antritt. Lundholm, der als Frau geboren wurde, sich aber als Mann identifiziert, startet in der Frauenkategorie auf der Buckelpiste. An diesem Dienstag beginnt er in der Qualifikation und kämpft um den Einzug ins Finale am Mittwoch.

Ein Traum wird Wirklichkeit

„Es war immer mein Traum, zu den Olympischen Spielen zu fahren, es fühlt sich einfach unglaublich an. Ich konnte es nicht fassen, ich bin überglücklich“, sagt Lundholm über seine Olympia-Premiere. Der Athlet aus Värmdö, einer Gemeinde nahe Stockholm, fühlte sich schon immer als Mann, machte sein Coming-out jedoch erst vor fünf Jahren offiziell. In der Buckelpisten-Szene hat er bisher keine Probleme gehabt, bei den Frauen anzutreten, und betont: „Ich bin immer gut behandelt worden.“

Medizinische und sportliche Voraussetzungen

Lundholm hat sich bisher keiner geschlechtsangleichenden Operation unterzogen. Das Schwedische Olympia-Komitee (SOK) erklärt, dass bei ihm die gleichen sportlichen Voraussetzungen wie bei Frauen vorlägen. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) unterstützt diese Entscheidung und teilt mit: „Elis Lundholm tritt in der Frauenkategorie an, was dem Geschlecht dieser Athletin entspricht.“ Für Lundholm selbst ist der Start bei den Frauen kein Problem: „Ich hatte mein Coming-out und mich als Mann identifiziert. Aber ich trete bei den Frauen an, weil sie die gleichen Voraussetzungen wie ich haben. Und das ist für alle auch okay.“

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Gelassene Reaktion auf mögliche Kontroversen

In einem Interview mit der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet äußert sich Lundholm zu möglichen Reaktionen: „Ich kann mich glücklich schätzen, dass mit mir so gut umgegangen wurde. Ich weiß, dass es einige Reaktionen geben wird, aber das macht mir keine Sorgen.“ Unterstützung erhält er auch von Funktionärsebene. Fredrik Joulamo, Sportdirektor des SOK, sagt: „Es ist wichtig, dass der Sport Platz für alle bietet und Wettbewerbe unter fairen Bedingungen stattfinden. Elis hat die Voraussetzungen erfüllt, um für Schweden in Italien anzutreten, und wir hoffen, dass Elis auch künftig bei weiteren Olympischen Spielen für Schweden starten wird.“

Sportliche Erfolge und Zukunftsperspektiven

Lundholms bisher beste Weltcup-Platzierung war ein 18. Rang im Dezember 2025 im finnischen Ruka. Als Europacup-Gesamtsieger der vergangenen Saison lebt er nun mit der Olympia-Teilnahme seinen Traum. Seine Teilnahme markiert einen bedeutenden Schritt für Inklusion im Sport und könnte die Diskussion um Transgender-Athleten bei internationalen Wettbewerben weiter vorantreiben.

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