Ukraine empört über Olympia-Ausschluss nach Helm-Streit mit Gedenkbildern
Ukraine empört über Olympia-Ausschluss nach Helm-Streit

Ukraine empört nach Olympia-Eklat im Helm-Streit

Die Ukraine hat auf den Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Fahrers Wladyslaw Heraskewytsch von den Olympischen Winterspielen mit deutlicher Empörung reagiert. Der Sportler war nach einem Disput um seinen Helm mit Gedenkbildern von im Krieg getöteten Athleten vom Wettbewerb ausgeschlossen worden.

Außenminister übt scharfe Kritik am IOC

Außenminister Andrij Sybiha äußerte sich bei der Plattform X mit deutlichen Worten: „Das Internationale Olympische Komitee hat nicht den ukrainischen Athleten gesperrt, sondern seinen eigenen Ruf. Zukünftige Generationen werden dies als einen Moment der Schande in Erinnerung behalten.“ Sybiha betonte, dass am Verhalten von Heraskewytsch nichts falsch gewesen sei. „Er wollte einfach nur an die im Krieg getöteten Mitathleten erinnern“, schrieb der ukrainische Chefdiplomat.

Der Helm von Heraskewytsch zeigte Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Sybiha verwies darauf, dass seit der russischen Invasion im Jahr 2022 bereits 650 ukrainische Sportler und Trainer getötet sowie 800 Sporteinrichtungen beschädigt worden seien. „Es sind die Russen, die gesperrt werden müssen, nicht die Erinnerung an ihre Opfer“, schrieb er weiter.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nationales Olympisches Komitee steht hinter Sportler

Auch das Nationale Olympische Komitee der Ukraine gab dem eigenen Sportler Rückendeckung. In einer Stellungnahme bei Facebook hieß es: „Heute startete Wladyslaw nicht, doch er war nicht allein - mit ihm ist und wird die gesamte Ukraine sein.“ Das Komitee betonte, dass ein Sportler, der für „Wahrheit, Ehre und Erinnerung“ eintrete, bereits den Sieg erringe.

Heraskewytsch war im Disput um seinen Kopfschutz nicht auf Kompromissvorschläge des Internationalen Olympischen Komitees eingegangen. Daraufhin wurde er vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen. Diese Entscheidung traf der zuständige Weltverband IBSF. Das IOC entzog dem 27-jährigen Athleten schließlich die Akkreditierung für die Winterspiele in Italien.

Die ukrainische Regierung und das Nationale Olympische Komitee stärken dem Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch nach dem Olympia-Ausschluss weiterhin den Rücken. Der Fall hat international für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen zum Umgang mit politischen Botschaften im Sport auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration