Olympia-Rekordjagd: Wendl/Arlt jagen Gold Nummer sieben und acht in Cortina
Wendl/Arlt jagen Olympia-Rekord mit Gold Nummer sieben und acht

Deutsches Rodel-Duo vor historischem Olympia-Meilenstein

Die bayerischen Rennrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt stehen in Cortina d'Ampezzo vor einem möglichen Eintrag in die Geschichtsbücher der olympischen Winterspiele. Mit bereits sechs Goldmedaillen in ihrer beeindruckenden Karriere könnten sie bei den aktuellen Wettkämpfen in Norditalien die magische Marke von acht olympischen Titeln erreichen.

Gelassene Rekordjagd trotz historischer Chance

Vor dem entscheidenden Wettkampf zeigten sich beide Athleten erstaunlich entspannt. "Unser Geheimnis bleibt unser Geheimnis", scherzte Tobias Wendl nach dem Abschlusstraining am Montag, um dann ernster anzufügen: "Wir haben eigentlich gar kein besonderes Geheimnis. Wir genießen einfach das Leben und haben Spaß an dem, was wir tun. Wenn es dann ernst wird, können wir uns aber voll konzentrieren."

Die beiden 38-jährigen Rodler, die seit 2014 bei Olympischen Spielen im Doppelsitzer und in der Teamstaffel ungeschlagen sind, nehmen den möglichen Rekord mit charakteristischer Lässigkeit. "Wir wollen vor allem eine geile Show abliefern", betonte Wendl. Sein Partner Tobias Arlt ergänzte: "Wir konzentrieren uns auf unsere Performance und schauen dann, was dabei herauskommt. Ob es für einen Rekord reicht, werden wir am Ende sehen."

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Historische Vergleiche und deutsche Rekorde

Sollte dem Duo der Sieg gelingen, würden sie in eine absolut exklusive Kategorie von Winterolympioniken aufsteigen. Mit acht Goldmedaillen könnten sie gleichziehen mit:

  • Ole Einar Björndalen (Norwegen, Biathlon)
  • Björn Dählie (Norwegen, Langlauf)
  • Marit Björgen (Norwegen, Langlauf)

Bereits mit einer weiteren Medaille – egal ob Gold oder Silber – würden Wendl und Arlt zudem an Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin Natalie Geisenberger vorbeiziehen, die bisher sechs Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen hat.

Philosophie hinter dem Erfolg

Die langjährige Erfolgsgeschichte des Duos basiert auf einer besonderen Mentalität. "Wir nehmen das nicht allzu ernst", erklärte Tobias Arlt. "Das Leben ist einfach zu kurz, um sich ständig unter Druck zu setzen. Man muss das Beste daraus machen: Leistung bringen, dabei genießen und Spaß haben – das ist für uns das Wichtigste."

Diese Einstellung hat sich über Jahre bewährt. Seit ihrem ersten gemeinsamen Olympiasieg 2014 in Sotschi dominieren Wendl und Arlt praktisch ununterbrochen ihre Disziplin. Die beiden Mittdreißiger zeigen damit, dass Spitzensport und Lebensfreude durchaus vereinbar sind.

Die Entscheidung über den möglichen historischen Rekord fällt am Mittwoch und Donnerstag in Cortina d'Ampezzo, wo das deutsche Duo erneut seine Klasse unter Beweis stellen will – ganz nach der eigenen Philosophie: konzentriert, aber locker.

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