Zeitz/MZ. - Dietmar Woschee und sein fast 100 Jahre alter Begleiter – das gehört zusammen wie Frühling und Anradeln. Wenn der 74-Jährige von seinem Fahrrad erzählt, dann leuchten seine Augen. Nicht, weil es ein modernes Hightech-Rad wäre, sondern weil es ein Stück Geschichte ist, das er seit über 20 Jahren bei der traditionellen Veranstaltung „Anradeln der Weinroute“ im Burgenlandkreis präsentiert.
Abschied nach zwei Jahrzehnten
In diesem Jahr steigt Dietmar Woschee zum letzten Mal auf sein Adler-Rad. Der Grund: Er sucht einen Nachfolger, der die Tradition fortsetzt und dem Oldtimer neue Flügel verleiht. Das Rad, das auf ein Alter von fast 100 Jahren geschätzt wird, ist ein echter Hingucker bei der Tour rund um Zeitz. Woschee hofft, dass sich jemand findet, der die Pflege und den Einsatz des Rades bei künftigen Anradel-Events übernimmt.
Ein Stück Fahrradgeschichte
Das Adler-Rad stammt aus einer Zeit, als Fahrräder noch mit viel Handarbeit gefertigt wurden. Es ist ein Zeugnis der deutschen Fahrradindustrie und hat schon viele Kilometer auf dem Buckel. Woschee hat es liebevoll restauriert und in Schuss gehalten. Nun möchte er sicherstellen, dass das Rad auch weiterhin bei der Weinroute-Anradeln dabei ist.
Die Veranstaltung „Anradeln der Weinroute“ ist ein beliebter Saisonauftakt für Radfahrer im Burgenlandkreis. Sie führt durch die Weinberge und bietet eine Mischung aus Sport, Natur und Genuss. Mit dem Abschied von Woschee und seinem Adler-Rad verliert die Tour ein besonderes Highlight.
Interessenten, die das Adler-Rad übernehmen und die Tradition fortführen möchten, können sich direkt an Dietmar Woschee wenden. Er freut sich über jeden, der dem Oldtimer eine neue Heimat gibt und ihn bei zukünftigen Anradel-Events einsetzt.



