Canyon Endurace Onfly: Das 10.000-Euro-E-Rennrad, das keiner als solches erkennt
Canyon Endurace Onfly: Das unerkannte 10.000-Euro-E-Rennrad

Canyon Endurace Onfly: Das 10.000-Euro-E-Rennrad, das keiner als solches erkennt

Von Steffen Fründt, Wirtschaftskorrespondent

Fahrräder mit Elektroantrieb erleben einen regelrechten Boom und werden mittlerweile häufiger verkauft als konventionelle Bikes. Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden jedoch die Rennräder, bei denen viele Enthusiasten nach wie vor auf puristische Technik setzen. Auch ich gehörte lange zu dieser Gruppe und betrachtete mich als überzeugten Puristen, der auf zusätzliche Motorunterstützung verzichtete. Diese Einstellung änderte sich jedoch grundlegend, als ich die Möglichkeit erhielt, das Canyon Endurace Onfly zu testen – ein Rennrad, das mit einem stolzen Preis von knapp 10.000 Euro zu Buche schlägt.

Die unsichtbare Unterstützung: Ein cleverer Schieber tarnt den Motor

Das Besondere am Endurace Onfly ist sein nahezu unsichtbar integrierter Elektroantrieb. Während viele E-Bikes durch auffällige Motoren oder klobige Akkus sofort als solche zu erkennen sind, setzt Canyon hier auf eine raffinierte Tarnung. Der sogenannte Schieber, der den Motor verbirgt, ist so geschickt in den Rahmen integriert, dass er für andere Radfahrer und Passanten kaum wahrnehmbar ist. Während meiner Testfahrten durch verschiedene Streckenprofile bemerkte tatsächlich kein einziger Mitradler, dass ich elektrische Unterstützung in Anspruch nahm. Diese Unauffälligkeit ist ein entscheidender Vorteil für alle, die die Vorteile eines E-Antriebs nutzen möchten, ohne auf das puristische Erscheinungsbild eines klassischen Rennrads verzichten zu müssen.

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Vom Puristen zum überzeugten E-Rennrad-Fahrer: Eine persönliche Erfahrung

Meine anfängliche Skepsis gegenüber elektrisch unterstützten Rennrädern wich schnell einer Begeisterung für die technischen Möglichkeiten des Endurace Onfly. Die nahtlose Integration des Antriebs sorgt für ein Fahrgefühl, das dem eines herkömmlichen Rennrads erstaunlich nahekommt, gleichzeitig aber bei Steigungen oder längeren Distanzen wertvolle Unterstützung bietet. Die Leistung des Motors ist fein dosiert und reagiert unmittelbar auf die Tretkraft, sodass sich das Fahrverhalten natürlich und intuitiv anfühlt. Für mich als ehemaligen Puristen war besonders beeindruckend, wie das Rad die Grenze zwischen manueller und motorisierter Fortbewegung nahezu unsichtbar macht.

Die Ausnahme in der E-Bike-Branche: Warum Rennräder anders sind

Während der Markt für E-Mountainbikes und E-Trekkingräder explodiert, bleiben Rennräder mit Elektroantrieb eine Nische. Dies liegt nicht nur an traditionellen Vorbehalten innerhalb der Radsportgemeinschaft, sondern auch an technischen Herausforderungen. Das Endurace Onfly zeigt jedoch, dass diese Hürden überwindbar sind. Durch die diskrete Unterbringung von Motor und Akku gelingt es Canyon, ein Rennrad zu schaffen, das sowohl leistungsstark als auch ästhetisch ansprechend ist. Die Tatsache, dass andere Radler den Elektroantrieb nicht bemerken, unterstreicht die gelungene Umsetzung dieses Konzepts und könnte dazu beitragen, dass sich auch Puristen allmählich für die Vorteile elektrischer Unterstützung öffnen.

Mein Fazit nach ausgiebigen Testfahrten: Das Canyon Endurace Onfly ist mehr als nur ein teures Spielzeug für Technikbegeisterte. Es repräsentiert eine intelligente Weiterentwicklung des Rennradkonzepts, die Purismus und moderne Antriebstechnik in Einklang bringt. Für knapp 10.000 Euro erhält man ein Rad, das nicht nur unerkannt elektrische Unterstützung bietet, sondern auch das Potenzial hat, die Wahrnehmung von E-Rennrädern in der Radsportgemeinschaft nachhaltig zu verändern.

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