Martigny - Florian Lipowitz hat den ersten großen Bergtest gegen den slowenischen Radsport-Superstar Tadej Pogacar bei der Tour de Romandie erfolgreich bestanden. Der 25-jährige Deutsche belegte auf der anspruchsvollen ersten Etappe, die über 171,2 Kilometer von Martigny zurück nach Martigny führte, den zweiten Platz. Pogacar sicherte sich im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe den Tagessieg. Den dritten Rang belegte der Franzose Lenny Martinez vor dem Norweger Jörgen Nordhagen.
Pogacar übernimmt die Gesamtführung
In der Gesamtwertung der Rundfahrt durch die Westschweiz liegt Pogacar nun an der Spitze. Der amtierende Weltmeister hat einen Vorsprung von sieben Sekunden auf Lipowitz. Martinez folgt als Dritter mit 16 Sekunden Rückstand auf den Slowenen. „Das war nicht eingeplant, aber es ist natürlich schön, den Sieg geholt zu haben. Auf den letzten 22 Kilometern hatten wir starken Gegenwind, da war ich froh, nicht allein zu sein“, sagte Pogacar, der zum ersten Mal an der Tour de Romandie teilnimmt.
Extrem steiler Anstieg nach Ovronnaz
Die Etappe war weitgehend flach, enthielt jedoch einen längeren Anstieg, der es in sich hatte. Die knapp neun Kilometer lange Steigung nach Ovronnaz wies eine durchschnittliche Neigung von 9,8 Prozent auf – deutlich mehr als legendäre Tour-de-France-Anstiege wie die Alpe d'Huez. Wie erwartet attackierte Pogacar am Berg, zunächst konnte nur Martinez folgen. Lipowitz fand nach und nach seinen Rhythmus und schloss die Lücke zu den beiden Spitzenreitern. Gemeinsam mit Pogacar und Martinez überquerte der Dritte der letztjährigen Tour de France den Pass. Im Tal schloss Nordhagen zu dem Trio auf, sodass ein Sprint über den Tagessieg entscheiden musste.



