Der Auftakt des 109. Giro d'Italia wurde von einem heftigen Massensturz überschattet. Der Franzose Paul Magnier vom Team Soudal Quick-Step sicherte sich den Sieg auf der ersten Etappe und ist damit erster Träger des Rosa Trikots. Der 22-Jährige setzte sich im Sprint der verbliebenen Gruppe durch und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Pascal Ackermann (Jayco AlUla) verpasste als Siebter einen deutschen Überraschungserfolg.
Schwerer Sturz auf der Zielgeraden
Auf der engen Zielgeraden der 147 Kilometer langen ersten Etappe im bulgarischen Burgas kamen mehrere Fahrer im vorderen Teil des Pelotons bei hoher Geschwindigkeit zu Fall. Nur zehn Fahrer blieben unbeeinträchtigt, der Rest wurde 600 Meter vor dem Ziel aufgehalten. Der Sturz sorgte für große Verwirrung und ließ viele Favoriten chancenlos.
Deutsche Fahrer ohne Glück
Zunächst versuchte Max Walscheid (Lidl-Trek) sein Glück, doch der Anfahrer von Top-Favorit Jonathan Milan wurde von den endschnellen Konkurrenten eingeholt. Für den Italiener Milan reichte es nur zu Platz vier, während Ackermann im Massensprint keine Chance hatte. Der Däne Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike), der nach Tour-de-France- und Vuelta-Siegen auch den Giro gewinnen will, blieb vom Sturz verschont und kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.
Ruhiger Start, hektisches Finale
Zu Beginn der diesjährigen Italien-Rundfahrt ließ es das Peloton gemächlich angehen. Erst zur Halbzeit der Etappe zog das Tempo an. Die beiden Ausreißer Manuele Tarozzi und Diego Pablo Sevilla aus Wildcard-Teams wurden rund 23 Kilometer vor dem Ziel gestellt, woraufhin die Positionskämpfe begannen. Im Finale führten die engen Straßen dann zu den Stürzen. Am Ende sicherte sich Magnier seinen ersten Erfolg bei einer der drei großen Landesrundfahrten.
Ausblick auf die nächsten Etappen
Die zweite von 21 Etappen findet am Samstag ebenfalls in Bulgarien statt. Die Strecke führt über 221 Kilometer von Burgas nach Weliko Tarnowo, wobei erstmals Anstiege der dritten Kategorie zu meistern sind. Am Sonntag geht es in die Hauptstadt Sofia, bevor am Montag der Transfer nach Italien ansteht.



