Paris-Nizza: Gesamtführender Ayuso nach Sturz auf Etappe vier ausgeschieden
Die Fernfahrt Paris-Nizza hat ihren Gesamtführenden verloren. Der spanische Radprofi Juan Ayuso musste die prestigeträchtige Rundfahrt nach einem schweren Sturz auf der vierten Etappe am Mittwoch vorzeitig beenden. Der Kapitän des deutschen Lidl-Trek-Teams stürzte unter widrigen Wetterbedingungen auf der Strecke von Bourges nach Uchon und konnte trotz eines Versuchs nicht weiterfahren.
Dramatischer Sturz bei nassen Straßenverhältnissen
Der Unfall ereignete sich etwa 47 Kilometer vor dem Ziel, als Ayuso auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle über sein Rad verlor. „Es war einer von mehreren Stürzen auf diesem anspruchsvollen Streckenabschnitt“, berichten Augenzeugen. Der 23-jährige Spanier, der das Gelbe Trikot trug, versuchte zunächst weiterzufahren, musste aber nach wenigen Metern – sichtlich gezeichnet von Schmerzen – erneut anhalten.
Ayuso legte sich gekrümmt am Straßenrand ins Gras und wartete dort auf medizinische Hilfe. Ein Krankenwagen wurde gerufen, um den verletzten Radprofi zu versorgen. Auch der deutsche Fahrer Nils Politt vom UAE Team Emirates-XRG war in den Unfall verwickelt, konnte die Etappe jedoch fortsetzen.
Führungsposition nach Mannschaftszeitfahren übernommen
Der Ausfall von Ayuso bedeutet einen herben Rückschlag für das Lidl-Trek-Team. Der Spanier hatte erst am Dienstag nach dem Mannschaftszeitfahren die Gesamtführung übernommen und lag damit in einer aussichtsreichen Position:
- Zwei Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Kévin Vauquelin
- 17 Sekunden Vorsprung vor dem dänischen Radstar Jonas Vingegaard
Mit Ayusos Rückzug entfällt für Vingegaard einer seiner Hauptkonkurrenten im sogenannten „Rennen der Sonne“. Die Fernfahrt Paris-Nizza gilt als wichtiger Saisonhöhepunkt und Test für die späteren Grand Tours.
Auswirkungen auf das Gesamtklassement
Der vorzeitige Ausfall des Gesamtführenden verändert die Dynamik des Rennens erheblich. Ayuso hatte sich als starker Anwärter auf den Gesamtsieg präsentiert und zeigte in den vorangegangenen Etappen beeindruckende Leistungen. Sein Sturz unterstreicht die Gefahren des Radsports bei schwierigen Wetterbedingungen und die physischen Belastungen, denen die Profis ausgesetzt sind.
Das Rennen geht nun ohne den bisherigen Spitzenreiter weiter, während das medizinische Team von Lidl-Trek den Gesundheitszustand ihres Kapitäns überwacht. Weitere Informationen zum Ausmaß der Verletzungen stehen noch aus.



