Pogacar triumphiert bei Tour-de-Suisse-Auftakt
Bei der Generalprobe für die Tour de France hat Radsport-Superstar Tadej Pogacar mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration seine Topform bewiesen. Der 27-jährige Slowene gewann den Auftakt der 89. Tour de Suisse nach einem Solo-Ritt und untermauerte damit seine Favoritenrolle für den Gesamtsieg in der Schweiz.
Knapp 70 Kilometer vor dem Ziel attackierte Pogacar und fuhr fortan allein an der Spitze. Der viermalige Tour-de-France-Sieger überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 2:14 Minuten vor dem Ecuadorianer Richard Carapaz und 2:29 Minuten vor dem Italiener Andrea Bagioli. Die erste Etappe führte über 144 Kilometer rund um Sondrio in Italien.
„Das war definitiv nicht der Plan. Aber es hat irgendwie geklappt. Danke an meine Teamkollegen“, kommentierte Pogacar seinen überraschenden Angriff.
Veränderte Struktur der Tour de Suisse
Die Rundfahrt wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt über acht, sondern nur über fünf Etappen ausgetragen. Neben Pogacar richtet sich das Interesse der Fans auch auf den früheren Weltmeister Mathieu van der Poel aus den Niederlanden. Die Königsetappe am Sonntag in Villars-sur-Ollon bildet den Abschluss der Tour. Dabei müssen die Fahrer drei Pässe über den Col de la Croix bewältigen.
Bei der am 4. Juli in Barcelona startenden Frankreich-Rundfahrt strebt Pogacar seinen fünften Tour-Triumph an. Seine Konkurrenten sind unter anderem der langjährige Widersacher Jonas Vingegaard aus Dänemark, der deutsche Senkrechtstarter Florian Lipowitz und das französische Supertalent Paul Seixas.



