Der slowenische Radprofi Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) hat bei der 123. Auflage des eintägigen Radrennens Paris-Roubaix knapp den Sieg verpasst. Nach 258,3 Kilometern zwischen Compiègne und Roubaix fehlten Pogačar nur wenige Meter bei dem als »Hölle des Nordens« bekannten Rennen.
Entschieden wurde das von vielen Defekten und wilden Wendungen geprägte Rennen im Zielsprint, wobei sich der Belgier Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) den Sieg sicherte. Für den 31-Jährigen war es nach Mailand-Sanremo 2020 der zweite Sieg bei einem der fünf Klassiker.
Auch Pogačar musste mehrmals nach Schäden sein Rad wechseln und aufholen, van Aert hatte zwischenzeitlich ebenfalls Materialprobleme. Seit seinem WM-Triumph im vergangenen September war es für den Tour-de-France-Champion Pogačar die erste Niederlage.
Pogačar muss nach dem erneuten zweiten Platz weiter auf den letzten ihm noch fehlenden Titel bei den fünf Radsport-Monumenten warten. Erst vergangene Woche hatte Pogačar seinen dritten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt gefeiert. Schon zuvor hatte er mindestens einmal bei den anderen Klassikern Mailand-Sanremo, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt gesiegt.
Damit bleiben die Belgier Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy die einzigen Fahrer, die sämtliche Monumente gewonnen haben. De Vlaeminck war vor 49 Jahren der letzte Fahrer, der seine Sammlung komplettierte.



