Kriegsgefahr stoppt Reitsport-Elite: Drohnen über Pferdeställen in Katar
Kriegsgefahr stoppt Reitsport-Elite in Katar

Kriegsgefahr im Nahen Osten bringt Reitsport-Elite in Bedrängnis

Die weltweit höchstdotierte Reitsport-Serie Global Champions Tour steht unmittelbar vor ihrem Start in Katar vor einem dramatischen Ausfall. Grund sind die eskalierenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region, die bereits jetzt zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Sportler und ihre Pferde geführt haben.

Drohnen über den Pferdeställen: Besorgniserregende Szenen aus Doha

Der deutsche Springreiter Philipp Weishaupt, früherer Vize-Europameister, berichtet von alarmierenden Zuständen vor Ort. Seine Pflegerin in Doha habe ihm Videos geschickt, die zeigen, wie Drohnen direkt über den Zelten der Pferde fliegen. „Sie hat mir Videos geschickt, die Drohnen fliegen genau über die Zelte der Pferde“, schildert der 40-jährige Reiter die beunruhigende Situation. Seine Pferde befinden sich bereits seit mehreren Wochen in der katarischen Hauptstadt, wo er zuletzt an Turnieren teilgenommen hatte.

Flugverbote und abgesagte Transporte

Die militärischen Auseinandersetzungen haben direkte Auswirkungen auf die Logistik. Weishaupts geplanter Rückflug nach Katar am Wochenende wurde ebenso abgesagt wie ein Transportflug für Pferde anderer Reiter, der von Lüttich aus starten sollte. Nach amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran wurden Lufträume in mehreren Ländern gesperrt – darunter auch in Katar. Ein Flugzeug mit Pferdepflegern an Bord musste sogar umkehren.

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„Alle Flüge sind gecancelt worden, ich bin zu Hause“, berichtet Weishaupt über seine aktuelle Situation. Der Reiter zeigt sich besorgt um das Wohl seiner Team-Mitglieder und Tiere: „Wir müssen schauen, wie wir die Pfleger und die Pferde da sicher raus bekommen.“

Zukunft der Global Champions Tour ungewiss

Die erste Station der prestigeträchtigen Turnierserie sollte eigentlich am Mittwoch im Al Shaqab Equestrian Center in Doha beginnen. Seit Anfang Januar finden dort bereits mehrere Turniere statt. Angesichts der Sicherheitslage äußert Weishaupt jedoch deutliche Zweifel: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das stattfindet.“ Der Sportler betont, dass nun andere Prioritäten gelten: „Es gibt jetzt auch Wichtigeres.“

Die Situation verdeutlicht, wie globaler Spitzensport von geopolitischen Konflikten unmittelbar betroffen sein kann. Während die Reitsport-Community normalerweise auf internationale Mobilität angewiesen ist, zwingen die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zu einer völlig neuen Risikobewertung und möglicherweise zu weitreichenden Entscheidungen über die Durchführung von Veranstaltungen.

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