Para-Schwimmtalent Michael Petre wechselt von Schwerin zum Bundesstützpunkt Potsdam
Para-Schwimmtalent Petre verlässt Schwerin für Potsdam

Para-Schwimmtalent Michael Petre wechselt von Schwerin zum Bundesstützpunkt Potsdam

Das Mecklenburgische Förderzentrum für Körperbehinderte Schwerin (MFZK) hat sich über viele Jahre hinweg als eine renommierte und gefragte Adresse im Para-Schwimmsport etabliert. Zahlreiche Athleten, die in dieser Einrichtung ausgebildet wurden, haben es zu internationalen Erfolgen gebracht. Namen wie Thorben Schmidtke und Denise Grahl sind in der Szene nach wie vor wohlbekannt. Auch aktuelle Sportler wie Leon Bennarndt vom Hanse Schwimmverein Rostock und Sammy Tröh haben ihre Wurzeln in der Schweriner Schwimmschule.

Tradition und Vorbilder im Para-Schwimmen

Gunnar Müller, Lehrer und Trainer am MFZK, erinnert sich mit Stolz an vergangene Erfolge: „Im Jahr 2016 saß ich bei den Paralympics in Rio de Janeiro auf der Tribüne und drückte Denise und Thorben die Daumen. Das zahlte sich aus: Thorben holte nach Silber in London vier Jahre zuvor über 100 Meter Brust Bronze, Denise sicherte sich Silber.“ Beide Sportler starteten ihre Leistungssportkarrieren in der Landeshauptstadt Schwerin.

Thorben Schmidtke, der heute als EDV-Techniker bei der Bundeswehr arbeitet, folgte später seiner Trainerin Dörte Paschke an das Para-Leistungszentrum Potsdam. Denise Grahl wechselte zum Landesstützpunkt Rostock. Die Alten- und Krankenpflegerin hatte sich sogar für die Paralympics in Tokio qualifiziert, nutzte dieses Ticket jedoch nicht. Beide Athleten dienen als wichtige Vorbilder für die jüngere Generation der MFZK-Sportler.

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Aufstrebende Talente und internationale Ambitionen

Die aktuelle Nachwuchsgeneration sorgt ebenfalls für Aufsehen und ist bei anderen Vereinen sehr begehrt. Judith Pein, Jahrgang 2008, startete im vergangenen Jahr bei den European Youth Paralympics Games. Dort stellte sie über 100 Meter Brust mit einer Zeit von 1:25,48 Minuten einen neuen Deutschen Jugendrekord in der Behindertenklasse SB14 auf und gewann zudem die Silbermedaille. Vom 19. bis 22. März wird sie beim Weltcup in Barcelona ihren nächsten internationalen Einsatz absolvieren.

Ein weiteres großes Talent aus Schwerin ist Michael Petre, Jahrgang 2009. Er hat nun einen bedeutenden Entwicklungsschritt eingeleitet. Landestrainer Tim Willruth erklärt: „In Abstimmung mit Bundestrainerin Ute Schinkitz wird er an das Para-Zentrum Potsdam wechseln. Dort kann er am Sportgymnasium auch sein Abitur ablegen.“ Voraussichtlich wird Petre nach einer noch ausstehenden internationalen Klassifizierung beim Berliner Weltcup vom 7. bis 9. Mai sein Debüt geben.

Die große Vision: Paralympics 2028 in Los Angeles

Gunnar Müller, der sowohl Pein und Petre als auch ihre Vorgänger das Schwimm-Abc beibrachte, wird die weitere Entwicklung des Duos genau verfolgen. Er hat einen klaren Traum: „Beide haben das Potenzial, sich bei weiterhin fleißigem Training für die Paralympics 2028 zu qualifizieren. Dann werde ich, wie zwölf Jahre zuvor in Rio, garantiert in Los Angeles erneut auf der Tribüne sitzen und das Duo nach vorne ‚peitschen‘.“

Für Judith Pein und Michael Petre sind die Paralympics 2028 in Los Angeles das große Fernziel. Während Pein in Schwerin bleibt und weiterhin vom MFZK gefördert wird, geht Petre den Weg nach Potsdam, um dort unter optimalen Bedingungen zu trainieren und zu studieren. Dieser Wechsel unterstreicht die Attraktivität des Para-Schwimmstandorts Potsdam, während Schwerin weiterhin als wichtige Talentschmiede fungiert.

Die Para-Schwimmszene in Mecklenburg-Vorpommern bleibt somit dynamisch und vielversprechend. Mit erfahrenen Trainern, einer starken Tradition und ambitionierten Nachwuchssportlern sind die Voraussetzungen für zukünftige Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene gegeben. Die Entwicklung von Michael Petre wird dabei mit Spannung verfolgt werden, ebenso wie die weiteren Leistungen von Judith Pein und anderen Talenten aus der Region.

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