Ein Leben für den Schwimmsport: Uwe Stephan beendet seine Trainerkarriere
Nach mehr als vier Jahrzehnten als aktiver Schwimmtrainer in Piesteritz bei Wittenberg geht Uwe Stephan nun in den wohlverdienten Ruhestand. Ende dieses Monats wird der 66-Jährige seine tägliche Arbeit am Beckenrand beenden, doch der Verein hofft, dass sein umfangreiches Wissen und seine Leidenschaft für den Sport auch weiterhin erhalten bleiben.
Eine beeindruckende Bilanz: 60 Städte und unzählige Wettkämpfe
Uwe Stephan, der als echtes Urgestein des lokalen Schwimmsports gilt, blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. In seinem gut sortierten Ordner findet sich ein eng beschriebener A4-Zettel, der seine Reisen dokumentiert. Allein in der ersten Spalte listet er 30 ostdeutsche Städte auf, in denen er mit seinen Schützlingen an Wettkämpfen teilgenommen hat. Die zweite Spalte ist ebenso umfangreich und verzeichnet weitere 30 westdeutsche Städte.
„In all den Jahren war ich mit meinen Schützlingen in 30 ostdeutschen und 30 westdeutschen Städten auf Wettkämpfen“, erklärt Stephan stolz. Viele dieser Orte sind mit farbig markierten Zahlen versehen, die zeigen, dass er sie sogar mehrmals besucht hat. Diese detaillierte Aufzeichnung spiegelt nicht nur seine akribische Arbeitsweise wider, sondern auch die immense Reichweite seiner Trainertätigkeit über regionale Grenzen hinweg.
Die Zukunft: Wie geht es nach dem Abschied weiter?
Die entscheidende Frage, die sich nun stellt, ist: Inwieweit kann Uwe Stephan dem Verein auch nach seinem offiziellen Rücktritt erhalten bleiben? Sein umfassendes Erfahrungswissen, seine pädagogischen Fähigkeiten und seine tiefe Verbundenheit mit dem Schwimmsport sind unschätzbare Werte für die Nachwuchsarbeit. Der Verein steht vor der Herausforderung, diese Ressource auch in Zukunft nutzbar zu machen, sei es durch gelegentliche Beratungen, Mentorenprogramme oder die Weitergabe von Trainingsmethoden an jüngere Kollegen.
Uwe Stephans Karriere ist ein beeindruckendes Beispiel für langjähriges Engagement im Breitensport. Seine Arbeit hat Generationen von Schwimmern in Wittenberg und darüber hinaus geprägt. Sein Abschied markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch den Beginn einer neuen Phase, in der sein Vermächtnis weiterwirken soll.



