Paralympicssiegerin Semechin verschiebt Comeback nach Berlin
Die deutsche Paralympicssiegerin Elena Semechin wird ihr lang erwartetes Comeback nach der Geburt ihres Sohnes nicht wie geplant in Barcelona geben. Stattdessen könnte die Rückkehr der 32-Jährigen ins Wettkampfbecken nun vor heimischem Publikum in Berlin erfolgen. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) gab am Mittwoch bekannt, dass sich die Spitzensportlerin aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig gegen einen Start bei der dritten Station der Para Swimming World Series in Spanien entschieden hat.
Gesundheitliche Probleme verhindern Start in Barcelona
Eigentlich hatte Semechin für diesen Freitag in Barcelona ihr erstes Rennen seit der Geburt von Sohn Klaus vor sechs Monaten geplant. Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung durchkreuzte jedoch diese Pläne. „Leider ist die Nase noch nicht ganz frei. Da käme ein Rennen am Freitag noch zu früh“, erklärte die Schwimmerin ihre Absage. Die gesundheitliche Beeinträchtigung machte eine Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb unmöglich.
Nicht nur Semechin muss auf den Start in Barcelona verzichten. Auch ihre Teamkollegen Taliso Engel und Maike Naomi Schwarz sind laut DSV-Angaben noch nicht vollständig fit und bleiben der Veranstaltung in Spanien fern. Für Deutschland werden stattdessen Malte Braunschweig, Jason Dilling und Florian Reiter bei der World Series antreten.
Zwei Chancen für das Heimspiel-Comeback in Berlin
Die Absage in Barcelona eröffnet nun die Möglichkeit für ein besonderes Comeback in Semechins Wahlheimat. Im Mai finden in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) zwei bedeutende Veranstaltungen direkt nacheinander statt: die Rennen der World Series vom 7. bis 9. Mai und die Internationalen Deutschen Meisterschaften vom 10. bis 12. Mai. Diese Termine bieten der Paralympicssiegerin gleich doppelt die Gelegenheit, ihr erstes Wettkampfrennen nach der Babypause vor lokalem Publikum zu bestreiten.
Für Semechin wäre ein Comeback in Berlin nicht nur sportlich, sondern auch emotional von besonderer Bedeutung. Die Hauptstadt ist seit Jahren ihre sportliche Heimatbasis, und ein Auftritt vor vertrautem Publikum könnte den Wiedereinstieg in den Hochleistungssport erleichtern. Die Entscheidung, das Comeback zu verschieben, zeigt zudem die verantwortungsvolle Herangehensweise der Athletin, die ihre Gesundheit über kurzfristige Wettkampfteilnahmen stellt.
Die Schwimm-Community und Fans werden nun gespannt auf die Mai-Termine in Berlin blicken, wo eine der erfolgreichsten deutschen Paraschwimmerinnen hoffentlich ihr lang erwartetes Comeback feiern kann. Die doppelte Chance bei World Series und Deutschen Meisterschaften bietet optimale Bedingungen für eine erfolgreiche Rückkehr ins internationale Wettkampfgeschehen.



