Söder fordert Merz zur Schalen-Übergabe nach München: „Als Dortmund-Fan nicht leicht“
Söder fordert Merz zur Schalen-Übergabe nach München

„Als Dortmund-Fan für ihn nicht leicht“: Söder lädt Merz zur Schalen-Übergabe nach München ein

In einem exklusiven Interview mit BILD äußerte sich Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder (58, CSU) umfassend zu aktuellen Sportthemen. Von der Zukunft des deutschen Sports bis hin zu konkreten Forderungen an die Bundesregierung spannte der CSU-Politiker einen weiten Bogen.

Deutschland als Sport-Nation in Gefahr

Dr. Markus Söder warnte davor, dass Deutschland als Sport-Nation zurückfallen könnte. „Es besteht die Gefahr, dass Deutschland als Sport-Nation zurückfällt. Das liegt aber nicht an den Athletinnen oder Athleten, sondern an den Strukturen“, so Söder. Er kritisierte, dass andere Länder innovativer seien und mehr investierten. Platz 5 im Medaillenspiegel der Winterolympiade hinter den Niederlanden und Italien könne nicht der Anspruch sein. „Wir können mehr“, betonte der Ministerpräsident.

Forderungen für eine Sportwende

Söder legte ein klares Konzept für die Zukunft des Sports vor:

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  • Mehr Entscheidungsfreiheit für Sportverbände: Bayern lehnt ein geplantes Sportgesetz des Bundes ab, da es zu viel staatliche Einmischung bedeute. „Für uns ist klar: Es braucht größtmögliche Entscheidungsfreiheit der Sportverbände statt staatlicher Einmischung“.
  • Finanzielle Stärkung: Der Spitzensport benötige mehr Geld. Bayern habe die Medaillenprämien verdoppelt, andere Bundesländer zögen nach. Zudem müssten Athleten verlässliche Jobs bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr erhalten.
  • Förderung des Nachwuchses: In Bayern wurde eine tägliche Bewegungs-Halbestunde an Grundschulen eingeführt. Der Freistaat investiere pro Jahr 115 Millionen Euro in den Sport und habe seit Söders Amtsantritt über eine halbe Milliarde Euro bereitgestellt.

Olympia in München als Ziel

Söder warb vehement für Olympische Spiele in Deutschland, insbesondere in München. „München hat das beste Angebot für das IOC und für die Sportfans in der Welt“, so seine Überzeugung. Er reagierte auf Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der eine Bewerbung 2036 aufgrund der historischen Belastung durch die Nazi-Spiele 1936 ablehnt. Söder vertritt hier eine gegensätzliche Position: „Aus meiner Sicht wären Olympische Spiele 2036 in München sogar eine historische Chance. Als Spiele der Lebensfreude und des Miteinanders könnten sie das Gegenstück zu Berlin 1936 sein“.

Fußball und persönliche Anekdoten

Im Interview kam auch der Fußball zur Sprache. Söder lud Bundeskanzler Friedrich Merz scherzhaft zur Übergabe der Meisterschale nach München ein. „Einladen kann nur der FC Bayern, aber ich fände es eine schöne Idee. Auch wenn das als Dortmund-Fan für ihn sicher nicht ganz leicht wäre …“, so Söder. Er äußerte sich zudem zur anstehenden Fußball-WM und forderte, die Nationalmannschaft solle sich auf den Sport konzentrieren dürfen, ohne politische Debatten.

Abschließend gab Söder einen Tipp für das anstehende Bundesliga-Spiel zwischen Dortmund und Bayern: „Mein Tipp: 2:0 für Bayern“. Er lobte Dortmund für eine starke Saison, sah die Borussen aber dennoch klar im Hintertreffen.

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