Zentrum für Safe Sport in Kassel beschlossen: Neuer Anlauf gegen Gewalt im Sport
Die Bundesregierung und die Länder haben einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Gewalt im Sport unternommen. Auf der 53. Sportministerkonferenz auf Norderney wurde die Umsetzung des Zentrums für Safe Sport beschlossen. Dies teilte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, nach dem ersten Konferenztag am Donnerstag mit.
Kassel wird zum Sitz der neuen Einrichtung
Das Zentrum für Safe Sport wird seinen Sitz in Kassel haben. CDU-Politikerin Schenderlein bezeichnete das Vorhaben in einem kurzen Videobeitrag vor dem Conversationshaus auf der Nordseeinsel als einen „zentralen Baustein“ im Bereich des Sportschutzes. Sie erläuterte: „Das Zentrum für Safe Sport soll die Aufgaben Intervention, Prävention und Aufarbeitung von interpersonaler Gewalt bündeln.“
Zeitplan und Aufgaben des Zentrums
Das Zentrum für Safe Sport soll voraussichtlich bis zum Herbst 2026 seine Arbeit aufnehmen. Ab Mitte 2027 ist der Übergang in den Regelbetrieb geplant. Die Einrichtung wird als unabhängige Schiedsgerichtsstelle fungieren und dabei folgende Kernaufgaben übernehmen:
- Transparente und detaillierte Aufarbeitung von Gewaltfällen im Sport
- Bündelung von Präventionsmaßnahmen gegen interpersonale Gewalt
- Intervention bei akuten Vorfällen
- Verfügung über Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen
Durch diese Struktur soll sichergestellt werden, dass Fälle von Gewalt im Sport konsequent und unabhängig behandelt werden können. Die Entscheidung für Kassel als Standort unterstreicht die bundesweite Bedeutung des Projekts.
Die Sportministerkonferenz auf Norderney diente als Plattform für diesen bedeutenden Beschluss, der von allen beteiligten Regierungsebenen getragen wird. Damit reagieren Politik und Sportverbände auf die zunehmende Sensibilisierung für das Thema Gewalt im Sportumfeld.



