Die chinesischen Tischtennis-Profis haben sich mit einer starken Moral ins Finale der Mannschafts-Weltmeisterschaft gekämpft und peilen nun den elften Titel in Serie an. In London setzten sich die langjährigen Dominatoren gegen Frankreich mit 3:1 durch und fordern im Endspiel den Deutschland-Bezwinger Japan heraus.
Knapper Sieg gegen Frankreich
China, das seit 2001 stets den WM-Titel gewonnen hat, wirkte in diesem Turnier zunächst etwas schwächer als in den Vorjahren und schien schlagbar. In der Vorrunde gab es Niederlagen gegen Südkorea und Schweden, doch im entscheidenden K.o.-Duell mit Frankreich zeigte das Team seine Klasse. Matchwinner war der Weltranglistenerste Wang Chuqin, der seine Einzel gegen Flavien Coton und den Olympiadritten Felix Lebrun souverän gewann. Entscheidend war zudem der Sieg von Liang Jingkun, der sich gegen Alexis Lebrun mit 3:2 durchsetzte – obwohl er in den ersten beiden Sätzen insgesamt nur vier Punkte erzielte.
Finalgegner Japan
Im Finale trifft China nun auf Japan, das sich im Halbfinale mit 3:0 gegen Taiwan durchgesetzt hatte. Die Japaner holten in den 1950er- und 1960er-Jahren insgesamt sieben WM-Goldmedaillen, ihre bislang letzte Finalteilnahme endete 2016 mit einer Niederlage gegen China. Bereits im Viertelfinale hatte Japan das deutsche Team ausgeschaltet. Die deutschen Frauen sicherten sich dagegen WM-Bronze. Auch bei den Damen stehen sich am Sonntag Japan und China im Finale gegenüber.



