Novak Djokovic ist beim Masters-Turnier in Rom bereits an seiner Auftakthürde gescheitert. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger unterlag am Freitag dem kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic mit 6:2, 2:6, 4:6. Für den Weltranglistenvierten war es der erste Auftritt seit knapp zwei Monaten – und ein Rückschlag auf dem Weg zu den French Open, die Ende des Monats beginnen.
Comeback nach Verletzungspause
Der 38-Jährige hatte zuletzt wegen einer Schulterverletzung pausiert und bestritt in der italienischen Hauptstadt sein Comeback. „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich so schlecht gespielt habe“, sagte Djokovic, der sechs Mal in Rom triumphierte, nach der Partie: „Es war okay, es war am Ende ein guter Kampf, aber offensichtlich sehe ich, was mir fehlt. Ich bin einen halben Schritt zu spät. Ich bin definitiv nicht da, wo ich sein möchte, um auf höchstem Niveau zu konkurrieren.“
Starker Start, dann Einbruch
Dabei hatte der Serbe zunächst alles im Griff. Trotz Schulterbandage dominierte er den ersten Satz, begünstigt durch 13 unerzwungene Fehler seines Gegners. Doch Prizmic steigerte sich deutlich, setzte Djokovic mit druckvollen Grundschlägen unter Druck und gewann zu Beginn des zweiten Durchgangs vier Spiele in Serie.
Der 20 Jahre alte Kroate, der mit einer Karriere-Bestplatzierung von Rang 79 nach Rom gereist war, bestätigte damit seinen Aufwärtstrend. Nach seinem Erfolg über den Weltranglistensechsten Ben Shelton in Madrid feierte Prizmic den bislang größten Sieg seiner Karriere. „Er ist mein Idol. Es war heute definitiv ein großartiges Match von mir. Ich habe unglaublich gespielt“, sagte Prizmic. Er trifft nun auf Ugo Humbert oder Vit Kopriva und darf weiter von seinem ersten Einzug ins Achtelfinale eines Masters-Turniers träumen.



