Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams hat bei den Berlin Tennis Open ihre erste Niederlage seit ihrem Comeback hinnehmen müssen. Die Tennis-Legende trat gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Karolina Muchova aus Tschechien an, unterlag jedoch dem Duo Giuliana Olmos (Mexiko) und Erin Routliffe (Neuseeland) mit 4:6, 4:6.
Comeback in Berlin
Vor den Augen ihrer beiden Kinder musste Williams die Niederlage einstecken. Dennoch verabschiedete sie sich gebührend von den Berliner Fans. „Ich habe mich dort draußen ziemlich gut gefühlt – deutlich beweglicher, stabiler und schneller“, sagte Williams nach dem Match. Muchova ergänzte: „Uns haben ein paar Trainingseinheiten gefehlt. Wir hatten nicht besonders viel Zeit, aber trotzdem hatten wir Spaß auf dem Platz.“
Schwächen im Spiel
Im Steffi-Graf-Stadion zeigte Williams neben kräftigen Grundschlägen auch Schwächen. Besonders der erste Aufschlag kam häufig nicht, und ihre Beine wirkten zu Beginn schwer. Zudem waren Williams und Muchova noch nicht optimal aufeinander abgestimmt, insbesondere im Vergleich zu den eingespielten Doppel-Spezialistinnen Olmos und Routliffe. Der erste Satz ging folgerichtig verloren.
Kampfgeist und Unterstützung
Der Kampfgeist der 44-Jährigen war jedoch ungebrochen. Nach einem missglückten Schlag sprang sie verärgert auf und ab und pushte sich und ihre Partnerin mit energischen „Let's go“-Rufen. Ihre Töchter Olympia (8) und Adira River (2) feuerten sie von der Tribüne aus an. Trotz der Unterstützung kassierten Williams und Muchova auch im zweiten Satz ein frühes Break und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen.
Vorbereitung auf Wimbledon
Im Einzel tritt Williams in Berlin nicht an, sodass sie sich nun voll auf ihre Rückkehr nach Wimbledon konzentrieren kann. Wenige Stunden vor dem Match in Berlin hatte der Wimbledon-Veranstalter bekanntgegeben, dass Serena und Venus Williams eine Wildcard für den Doppel-Wettbewerb des Grand Slams (ab 29. Juni) erhalten haben. Dies sei die Idee ihrer Tochter Olympia gewesen, so Williams: „Sie hat mir gesagt, ich solle in Wimbledon mit Venus spielen. Sie ist sehr ernsthaft und weise, also habe ich gesagt: 'Okay, Olympia, schauen wir mal, ob wir das hinbekommen.'“
Zuletzt war Serena Williams 2022 an der Church Road angetreten. Wenige Monate später beendete die 23-malige Grand-Slam-Siegerin nach den US Open ihre Karriere.



